SEO Trends 2021: Core Web Vitals, User Experience, Voice Search & vieles mehr

Leon Grage Zuletzt aktualisiert am 14.07.2021
11 Min.
SEO-trends-2021
Zuletzt aktualisiert am 14.07.2021

Ein neues Jahr ist angebrochen und für “SEOs”, Agenturbetreiber:innen oder Marketingverantwortliche stellt sich die Frage: Was wird sich im Jahr 2021 hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) verändern? Welche Trends werden SEO im Jahr 2021 prägen? Welche Rankingfaktoren spielen dieses Jahr voraussichtlich eine große Rolle und wie kannst du dich darauf vorbereiten? Dieser Artikel liefert dir die Antwort.

Rückblick: Das Jahr 2020 aus SEO-Sicht

Getreu dem Motto „Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“ werfen wir zunächst einen Blick auf das Jahr 2020 aus SEO-Sicht.

Bestätigte Core Updates im Jahr 2020

Folgende Core Updates wurden im Jahr 2020 durchgeführt und wurden demnach offiziell seitens Google bestätigt. Wer in der Google Geschichte noch ein weiteres Jahr zurückgehen will, kann im Artikel aus dem letzten Jahr alle bestätigten Core Updates aus 2019 nachlesen. 

13.01.2020 – January 2020 Core Update

Das Jahr war erst ein paar Tage alt, als Google bereits das erste Core Update ankündigte und wenige Minuten später ausrollte.

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04.05.2020 – May 2020 Core Update

Trotz Covid-19 machte Google im Mai keinen halt vor einem weiteren Core Update. Welche Domains zu den Gewinnern und Verlierern zählten, hat Sistrix auch bei diesem Update näher analysiert. Mehr Informationen findest du hier.

03.12.2020 – December 2020 Core Update

Knapp ein halbes Jahr nach dem May Core Update und kurz vor dem Jahresende überrascht Google noch einmal mit einem dritten und letzten Core Update für das Jahr 2020. Google verwies auch bei diesem Core Update darauf, dass es bis zu zwei Wochen dauern kann, bis die Updates vollständig ausgerollt sind und empfiehlt folgendes Dokument als Leitfaden für Webmaster.

Das “Weihnachtsgeschenk” von Google veränderte insbesondere die Art und Weise wie der Suchmaschinenriese Wörterbücher und Lexika sieht. Diese zählten zu den offensichtlichen Verlierern des Updates.

Search Console API Update & Request Indexing Feature

Ebenso erhielt die Search Console API ein Update und erhält somit frische Daten und neue Filter. Von Google vorgestellt wurden unter anderem:

  • aktuellere Daten und eine neue Filterfunktion,
  • Domain Property Support in der Sitemaps API und
  • Guidelines zur Migration des Discovery doc.
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Zuletzt überarbeitete Google einige weitere Funktionen der Search Console und deaktivierte mitunter das “Request Indexing” Feature (zu Deutsch: “Indexierung beantragen”), um dies zu verbessern, so Google in einem Webmaster Hangout.

Sehr zur Freude zahlreicher SEO-Verantwortlichen ist diese Funktion in der Google Search Console seit kurzem wieder aktiviert. Nun steht es Websitebetreiber:innen also wieder selbst frei, Google über neue Unterseiten einer Domain zu informieren und die Indexierung neuer Websites dadurch zu beschleunigen.

Google Core Web Vitals 

Das Wichtigste zuerst: Den Mai 2021 sollte sich jede:r im Kalender markieren. Warum? Google kündigte an, die sogenannten “Core Web Vitals” als Teil der Page Experience zum Rankingfaktor zu machen. Bislang rechnete Google auch die User Experience als Rankingfaktor in den Algorithmus mit ein. Wie genau, blieb jedoch lange Zeit ein Rätsel. Nun allerdings liefert Google mit dem geplanten Update im Mai 2021 konkrete und messbare KPIs, welche die Core Web Vitals bilden. 

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Welche Kennzahlen sind mit den Core Web Vitals gemeint und welche Bedeutung haben diese?

Die Core Web Vitals bilden sich aus den Metriken “Largest Contentful Paint (LCP)”, “First Input Delay (FID)” und “Cumulative Layout Shift (CLS)”. Vereinfacht beantworten die neuen Metriken folgende Fragen:

Largest Contentful Paint (LCP): Wie lange dauert es, bis der Hauptinhalt deiner Website geladen ist?

Grundsätzlich gibt es unterschiedlichste Methoden und Wege die Ladezeit einer Website zu messen. So gibt beispielsweise die Kennzahl “First Contentful Paint” an, wann die Website erstmals Inhalte darstellt. Die Kennzahl LCP (Largest Contentful Paint) hingegen misst die Ladezeit auf eine wesentlich clevere Art und Weise. Sie misst, wie lange es dauert bis der Hauptinhalt der Website geladen ist. Orientiert man sich an den Quality Rater Guidelines von Google, so ist der Hauptinhalt der Inhalt, welcher dem Zweck der jeweiligen Website dient.

LCP, FID & CLS sind die ersten Core Web Vitals

Was genau hinter diesen drei Kürzeln steht, wie und wo sie sich messen lassen und wieso du dich am besten genau jetzt mit den Core Web Vitals auseinandersetzen solltest, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

First Input Delay (FID): Wann kann ein:e Nutzer:in das erste Mal mit der geladenen Website interagieren?

Man besucht eine Website, diese baut sich beim Laden auf und noch während des Ladens versucht man auf einen Button oder dergleichen zu klicken. In manchen Fällen passiert dabei nicht viel, da die Website sich noch nicht vollständig aufgebaut hat. Dies ist zum einen schlecht für die Nutzungserfahrung und mit den Core Web Vitals ab Mai 2021 auch schlecht für das Ranking. Speziell dazu liefert Google einen ausführlichen Leitfaden zur Verbesserung des FID.

Cumulative Layout Shift (CLS): Wie steht es um die visuelle Stabilität deiner Website?

Jede:r kennt Websites, auf denen sich Elemente beim Laden meist unnötig verschieben oder übereinander aufbauen. Das solche Websites nicht die beste User Experience bieten, ist den meisten bereits klar. Auch Google teilt diese Ansicht, weshalb die Metrik nun als Teil der Core Web Vitals in die Beurteilung der User Experience einfließt.

Ausgangspunkt für die Berechnung der Metrik stellen die sogenannte “Impact Fraction” als auch “Distance Fraction” dar. Ersteres klärt die Frage, wie viel Prozent des Bildschirms während des Ladens bewegt werden. Letzteres gibt Aufschluss darüber, wie weit Inhalte sich während des Ladens in Relation zum Viewport bewegen.

SEO Trends 2021: Core Web Vitals
Bildquelle: Google

Grundsätzlich lassen sich die neuen Metriken als Teil der “Page Experience” nennen. Alle drei der genannten Kennzahlen reihen sich demnach nun zu den bisherigen Signalen (https, mobile Benutzerfreundlichkeit, Safe Browsing, nicht aufdringliche Interstitials) zur Page Experience mit ein, wie folgende Abbildung von Google veranschaulicht: 

SEO Trends 2021: Core Web Vitals
Bildquelle: Google

Welche Werte sollte meine Website idealerweise haben und bei welchen Werten besteht Verbesserungsbedarf? 

Google selbst teilt folgende Wertebereiche als Orientierung mit. Demnach gilt eine Ladezeit des Hauptinhaltes (LCP) von unter 2,5 Sekunden als gut. Werte im Bereich zwischen 2,5 und 4 Sekunden benötigen einer Nachbesserung. Alles darüber wird als schlecht angesehen, sodass bei solchen Websites mit Rankingeinbußen gerechnet werden muss.

Um von dem kommenden Update im Mai nicht negativ beeinflusst zu werden, sollten deine Nutzer:innen beim Laden der Website nach spätestens 100 ms mit der Website interagieren können (FID). Ebenso sollte ein CLS-Wert von weniger als 0,1 angestrebt werden.

Wo kann ich die Werte der Core Web Vitals einsehen bzw. messen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Metriken einer Website zu messen. Zum einen lassen sich die Werte über den Chrome User Experience Report abrufen. Dieser liefert Erfahrungswerte darüber, wie reale Chrome Benutzer:innen unterschiedliche Websites erleben. Am einfachsten sollte es Webmastern jedoch sein, die Werte über die PageSpeed Insights zu ermitteln.

Alternativ ist es Websitebetreiber:innen möglich über den der Search Console hinzugefügten “Core Web Vitals Bericht” abzurufen. Auch über die Web Vitals Extension lassen sich die drei Kennzahlen recht schnell abrufen.

Google selbst liefert einen umfassenden Leitfaden mit häufig gestellten Fragen (FAQs) rund um das Thema der Core Web Vitals. Zudem nennt Google die Möglichkeit, dass Websites, welche alle Kriterien der Benutzerfreundlichkeit erfüllen unter Umständen auf andere Art und Weise mittels eines Indikators in den Suchergebnissen dargestellt werden können.

Womöglich wird es sich um eine ähnliche Funktion handeln, wie sie bei AMP (Accelerated Mobile Pages) verwendet wird. Diese werden in der mobilen Suche mit einem Blitz vor dem Suchergebnis versehen, um dem:der Nutzer:in bereits vorab eine schnelle Ladezeit zu signalisieren.

Durch Erfindungen wie Siri, Amazon Alexa oder dem Google Sprachassistenten, steht heutzutage nahezu jedem Haushalt die Möglichkeit zur Eingabe von Sprachbefehlen oder Suchen zur Verfügung. Wenig verwunderlich ist, dass auch im Jahr 2021 die Bedeutung dieser insbesondere im Hinblick auf SEO weiter steigen wird.

All die genannten Sprachassistenten ermöglichen das Suchen in Google & Co. auf eine Art und Weise, die sich grundlegend von der herkömmlichen Suche unterscheidet. Im Wesentlichen unterscheidet sich vor allem die Suchanfrage selbst. 

Während jemand über Voice Search eine Suchanfrage stellt, welche lauten könnte: “Hey Google, was sind die SEO Trends für das Jahr 2021?”, wird jemand, der Suchmaschinen auf herkömmliche Art nutzt eher eine Suchanfrage wie “SEO Trends 2021” per Text eingeben.

Es wird deutlich, dass für die Sprachsuche wesentlich längere und natürliche Suchanfragen von Relevanz sind. Um Websiteinhalte insbesondere für Voice Search zu optimieren, ist es daher empfehlenswert genau diese komplexen Fragestellungen und natürlichen Sätze zu verwenden anstatt kurze Suchanfragen.

Dies bestätigt auch eine von SEMrush durchgeführte Studie zum Thema Voice Search. Diese beschäftigte sich mit den Unterschieden der lokalen Suchergebnisse verschiedener Sprachassistenten.

Sofern es für deine Branche, Produkte oder Dienstleistungen Sinn macht, ist es also durchaus empfehlenswert, Inhalte für die Sprachsuche aufzubereiten.

Künstliche Intelligenz (KI) & RankBrain

Mit der Entwicklung von Googles KI Algorithmus namens RankBrain fand künstliche Intelligenz erstmals Einzug in den Google Algorithmus. RankBrain ist mitunter dafür geeignet, für relevante Suchergebnisse auch bei neuen, bislang nicht beantwortete Suchanfragen zu sorgen. 

Einer der maßgeblichen Entwickler:innen dieser auf Machine Learning und KI basierenden Technik ist der wissenschaftliche Leiter von Google, Greg Corrado. Er betonte bereits bei dessen Entwicklung, die Lernfähigkeit des Algorithmus. Es ist deshalb davon auszugehen, dass sich dieser mit jeder neuen Suchanfrage verbessert.

Social Signals

Likes und Shares werden im Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung als Social Signals bezeichnet. Nicht umsonst bezeichnet man sie übersetzt als “soziale Signale”, da sie insbesondere den Nutzer:innen, die die Inhalte in den sozialen Medien sehen, als Signal für Autorität und Expertise dienen. Auch Google können Social Signals als Signal dienen, um zum Beispiel Inhalte, die häufig auf Facebook, Twitter und Co. geteilt werden, als besonders relevant einzustufen.

Werden deine Inhalte also häufig in den sozialen Medien geteilt, wirkst du auf andere Nutzer:innen als Experte in einem bestimmten Themengebiet. Ganz ähnlich sieht dies Google und belohnt dich gegebenenfalls mit besseren Rankings.

EAT Prinzipien für bessere Rankings

Wo wir schon beim Thema Autorität und Expertenstatus angelangt sind, macht es Sinn einen Blick auf die EAT-Score zu werfen. Inhalte, die Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit ausdrücken, hat Google als EAT-Inhalte bezeichnet. Insbesondere in Branchen oder Themengebieten die als YMLF (your money, your life) gelten wie Finanzen, Investment, Gesundheit, ist diese Art von Inhalten unabdingbar wichtig.

Die Faktoren unterstreichen die Bedeutung von qualitativ hochwertigen Inhalten für Google. Berücksichtigt man die Tatsache, dass Google schlussendlich am ehesten daran interessiert ist, das bestmögliche Suchergebnis für den Suchenden zu liefern, so sollten EAT-Inhalte auch weiterhin im Jahr 2021 an Bedeutung gewinnen.

Optimierung für Mobilgeräte

Erstmals im Jahr 2019 eingeführt und weiterhin mit steigender Bedeutung: Der “Mobile First Index”. Damit legte Google den Grundstein für die primäre Optimierung auf Mobilgeräte. Die Suchmaschine betrachtet hierbei in erster Linie die mobile Version einer Website anstelle der Desktop-Version.

Auch im Jahr 2021 dürfte die Bedeutung der Mobile First Optimierung weiterhin steigen. Zum einen liegt dies an der weiterhin steigenden Nutzerzahl von Mobilgeräten im Verhältnis zu Desktop-Geräten. Zum anderen kündigte John Müller (Senior Webmaster Trends Analyst bei Google) an, eine komplette Umstellung auf den Mobile First Index im März 2021 durchzuführen. Im Klartext bedeutet dies: Ab März 2021 ignoriert Google Inhalte von Websites, die ausschließlich auf dem Desktop sichtbar sind.

SEO Trends 2021: Core Web Vitals
Bildquelle: SearchEngineJournal
Tipp: Mobile Optimierung testen

Bist du dir noch nicht sicher, ob deine Website ausreichend für Mobilgeräte optimiert ist, kannst du den kostenfreien Test für Mobilgeräte von Google nutzen. Alternativ genügt auch ein Blick in die Search Console unter dem Reiter “Optimierung für Mobilgeräte”.

Zero Click Searches & strukturierte Daten

Die steigende Anzahl an sogenannten Zero Click Searches, also Suchanfragen, die keinen Klick zur Folge haben, beunruhigte bereits in den letzten Jahren einige SEOs und Websitebetreiber:innen, was bei manchen zu der Aussage führte “SEO sei tot”.

Bereits im Zeitraum von 2016 bis 2019, stieg die Zahl der Zero Click Searches, wie folgende Abbildung veranschaulicht. Auf dem Mobilgerät ist sowohl der prozentuale Anteil als auch der Anstieg der Zero Click Searches stärker gegenüber der Desktop-Suche.

SEO Trends 2021: Core Web Vitals
Bildquelle: https://sparktoro.com/blog/less-than-half-of-google-searches-now-result-in-a-click

Woran liegt das? Wer beispielsweise nach dem Wetter sucht oder sich die Uhrzeit in einem bestimmten Land anzeigen lassen will, erhält direkt eine Antwort von Google über die One-Box. Dies erhöht einerseits den Suchkomfort, reduziert jedoch den Traffic auf relevante Websites. Zudem lassen sich bereits ein Großteil der Suchanfragen durch Rich Snippets (also erweiterte Suchergebnisse) in Google beantworten.

Dies sollte jedoch nicht davon abschrecken, strukturierte Daten mit einem großen Bogen zu umschiffen – im Gegenteil. Sie helfen Google dabei deine Website besser zu verstehen und führen in der Regel zu einer dennoch höheren CTR (Click Through Rate).

Lange Inhalte performen nach wie vor besser

Das Sprichwort “Content is King” gilt auch 2021 weiterhin. Lange und vor allem tiefgehende Inhalte werden weiterhin besser performen als kurzer und wenig informativer Content. Es ist daher unumstritten, dass du weiterhin hochwertige Inhalte veröffentlichen solltest, um in den Top-Platzierungen der Suchergebnisse (SERPs) zu landen.

Aber ist die Länge meiner Inhalte der einzige ausschlaggebende Faktor? Nein. In diversen Untersuchungen konnte zwar eine Korrelation zwischen langen Inhalten und guten Rankings festgestellt werden, jedoch keine Kausalität. Im Klartext: Lange Inhalte müssen nicht zwangsläufig hochwertig und informativ sein und schon gar nicht in den obersten Positionen in Google erscheinen.

Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein Artikel mit 2000 Wörtern Länge weitaus informativer gegenüber einem Artikel mit lediglich 500 Wörtern Länge sein wird. Fokussiere dich daher darauf hochwertigen und informativen Inhalt zu erstellen, als ausschließlich die Länge deiner Texte zu beachten.

Eine Untersuchung von Backlinko untermauert diese Aussage. Sie besagt, dass langer Content weitaus bessere Positionen in den SERPS erzielt als Content, welcher weniger lang ist.

Laut der Untersuchung liegt die durchschnittliche Länge der Top-10 Suchergebnisse bei 1.447 Wörtern. Hubspot hingegen empfahl für das Jahr 2020 eine Inhaltslänge von ca. 2.100 – 2.400 Wörtern. Wiederum andere Daten liefert eine ähnliche Untersuchung von SerpIQ, wie folgende Grafik veranschaulicht:

SEO Trends 2021: Core Web Vitals

Wie lang deine Inhalte im neuen Jahr sein werden, bleibt natürlich dir überlassen. Die Grundaussage wird jedoch deutlich: Längerer und informativer Content performt zwangsläufig besser. Die Untersuchung von Backlinko konnte zudem einen weiteren Vorteil feststellen: Umso länger der Inhalt, desto mehr Domains verweisen auf einen jeweiligen Artikel. Dies führt wiederum zu besseren Rankings. Es spricht also nichts dagegen, sich bei der Content Erstellung etwas mehr Mühe zu geben und ein Thema tiefgehend zu behandeln.

Semantische Suche & Suchintention

Während man sich vor einigen Jahren noch weitestgehend ausschließlich auf das Fokus Keyword eines Textes fokussiert hat, entstanden dadurch meist überoptimierte und unnatürliche Texte. Das Dinge wie Keyword Stuffing heutzutage nicht mehr angemessen geschweige denn sinnvoll ist, sollte klar, sein.

Wesentlich wichtiger wird auch im Jahr 2021 die Bedeutung der Suchintention sowie der semantischen Suche. Es wird also weitaus wichtiger die Zielsetzung des Suchenden zu hinterfragen und dementsprechend relevante Antworten zu liefern. 

Insbesondere in Bezug auf die zuvor genannte steigende Bedeutung von künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning macht es weitaus mehr Sinn, Texte für Menschen – nicht für Maschinen – zu verfassen.

Google arbeitet intensiv daran, Texte im richtigen Kontext zu verstehen und zu interpretieren. Um deine Texte möglichst relevant zu gestalten, macht es Sinn sich zusätzlich zur Keyword Recherche über WFD*IDF-Tools Keywords ausfindig zu machen, die im Kontext zum jeweiligen Thema stehen. Insbesondere semantische Keywords lassen sich simpel und einfach über ein Tool, wie etwa dem Tool LSIGraph auslesen.

Ein weiteres Tool, welches sich in meinen Augen ideal für die datengetriebene Optimierung von Textinhalten eignet, ist Surfer. Dadurch wird sowohl die oben angesprochene ideale Länge des Inhalts als auch weitere relevante Keywords berücksichtigt.

Grundsätzlich sollten solche Tools lediglich als Orientierung dienen und weniger als strikte Richtlinie, welchem der Text folgen muss. Schließlich soll der Text von Menschen für Menschen geschrieben sein.

Sonstige Empfehlungen für das Jahr 2021

John Müller (Senior Webmaster Trends Analyst bei Google) nannte auf der SMX Virtual zum Ende des Jahres 2020 seine Einschätzungen für das Jahr 2021, welcher SEO-Experte Glenn Gabe (Kolumnist bei Search Engine Land) auf Twitter zusammenfasste:

Demnach werden die kommenden Core Updates wesentlich schwieriger zu erklären sein, da sich diese eher auf generelle Aspekte wie Qualität und Relevanz fokussieren als auf einzelne, klar abzugrenzende Dinge.

Gleichzeitig kündigte John Müller an, dass Websites, die technisch optimiert sind, einen wesentlichen Vorteil gegenüber nicht-optimierten Websites haben werden. Technisches SEO sollte also insbesondere im Jahr 2021 berücksichtigt werden. 

Zudem lautete eine seiner Aussagen, dass einige kommende Updates auch Vorteile für nicht explizit optimierte Websites haben werde. Grund zur Freude also für alle, die das Thema SEO bislang noch nicht für sich genutzt haben.

Es bleibt also spannend, welche Änderungen, Neuerungen und Entwicklungen uns bezogen auf die Suchmaschinenoptimierung im Jahr 2021 bevorstehen.

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Leon Grage ist im Bereich Online Marketing spezialisiert auf das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) tätig. Er unterstützt Unternehmen im digitalen Schachspiel gegen Google – sowohl beratend als auch in der Umsetzung mit dem Ziel durch maßgeschneiderte Strategien nachhaltig Top Platzierungen zu erreichen. Auf seiner Website teilt er regelmäßig Einblicke und Wissenswertes rund um das Thema SEO.

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