Newsletter erstellen mit WordPress: Die besten Plugins im Vergleich

Christina Widner Zuletzt aktualisiert am 24.06.2021
7 Min.
Newsletter Plugins Comparison
Zuletzt aktualisiert am 24.06.2021

Ein eigener Newsletter ist eine der effektivsten und kostengünstigsten Möglichkeiten, mit deiner Zielgruppe in Kontakt zu bleiben. Welche Varianten bietet WordPress hierfür? Welche Plugins solltest du auf dem Schirm haben? Und was gibt es beim eigenen Newsletter rechtlich zu beachten? Unser Überblick.

Das Wort Newsletter wird leider viel zu oft mit nervigem E-Mail-Spam assoziiert. Klar, davon gibt es mehr als genug. Aber ein gut gemachter Newsletter ist ein wahres Supertalent im Online-Marketing und in der Konversion. Das stellen wir auch mit unserem RAIDBOXES Newsletter immer wieder fest.

Vorteile von Newslettern

Egal ob du deiner Zielgruppe deine neuesten Blog-Artikel zusenden, sie über Rabattaktionen informieren oder ihnen die neuen Features in deinem Online-Shop zeigen möchtest: Einen Newsletter zu erstellen ist einer der einfachsten Wege, genau das zu tun.

Zudem ist ein Newsletter einer der günstigsten Kanäle im Online-Marketing, da er ohne den Einsatz von Unsummen in Werbung funktioniert (auch wenn du den Prozess mit bezahlten Anzeigen natürlich beschleunigen kannst). Schließlich konvertierst du Besucher zu Newsletter-Abonnenten, die ohnehin schon auf deiner Seite, deinem Blog oder deinem Shop sind. Du baust dir deine Newsletter-Liste also bereits passiv auf, ohne allzu großen Einsatz.

Den Newsletter dann zu betreiben, ist auch keine Raketenwissenschaft. Du brauchst ein System bzw. Plugin für deinen Newsletter, eine Liste mit Abonnenten und natürlich eine gute Idee oder ein passendes Thema, das deine Zielgruppe interessiert. Wir zeigen dir, mit welchen WordPress Plugins du dir einen eigenen Newsletter aufbauen kannst. Und wie du deine Besucher:innen mit Formularen für den Newsletter zu Abonnent:innen machst.

Newsletter Systeme für WordPress

Zunächst einmal stellt sich die Frage, welches Newsletter System du nutzen möchtest. Hier hast du zwei Möglichkeiten: Ein eigenes aufbauen oder ein bestehendes System nutzen. Wenn du wenig Erfahrung mit Newslettern, WordPress und E-Mail-Marketing hast, empfiehlt es sich, ein bestehendes System zu nutzen. Bekannte Anbieter hierfür sind zum Beispiel Mailchimp, SendInBlue oder CleverReach.

Der Vorteil bei solchen Anbietern ist, dass die ganze Infrastruktur bereits fertig ist. Du musst nur noch eine Liste deiner Abonnenten importieren, oder die Formulare zum Neuaufbau der Liste auf deiner Seite einbauen. Danach kannst du sofort loslegen, deine E-Mails zu verschicken. Die meisten Anbieter für Newsletter sind anfangs kostenlos nutzbar. Mit größeren Listen oder Funktionsansprüchen solltest du aber etwas Budget im mittleren zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Bereich pro Monat einplanen.

Wenn du bereits etwas Erfahrung mit WordPress hast, kannst du dir mit Plugins auch ein eigenes Newsletter System bauen. Hierfür gibt es einige bekannte Plugins, von denen wir dir drei vorstellen möchten.

Newsletter mit WordPress verschicken: Pro und Kontra

Newsletter via WordPress zu verschicken ist teilweise umstritten. Die Möglichkeit ist zwar sehr bequem, teils kostenlos und du musst kein externes System nutzen. Andererseits berichten Nutzer:innen, dass etwa die Zustell-Quote beim Versand via WordPress leiden kann. Siehe das Thema Allow Listing. Im Zweifelsfall solltest du testen, in welchem Umfang deine E-Mails mit welchem System ankommen oder nicht.

Newsletter Plugin

Das Plugin Newsletter von Stefano Lissa & The Newsletter Team wird von über 300.000 WordPress-Installationen aktiv genutzt. Es ist mit 4,5 von fünf möglichen Sternen bei knapp 1.000 Bewertungen eines der meistgenutzten und beliebtesten Plugins für E-Mail-Marketing im Pluginverzeichnis von WordPress und WooCommerce.

WordPress Plugin Newsletter
Das WordPress Plugin “Newsletter”

Mit diesem Plugin kannst du unbegrenzt viele Abonnenten sammeln und Newsletter verschicken, es gibt einen eingebauten Spam-Check und einen Drag-and-Drop-Editor für die Erstellung der einzelnen Newsletter. Zudem kannst du das Plugin mit vielen kostenlosen und kostenpflichtigen Erweiterungen weiter ausbauen. Die Macher weisen es als DSGVO- und SMTP-Ready aus, zum Datenschutz später noch ein paar Hinweise.

MailPoet – E-Mails und Newsletter in WordPress

Das Plugin MailPoet 3 ist ein Klassiker. Es wird aktuell von über 100.000 aktiven WordPress Installationen genutzt und kommt bei ebenfalls knapp unter 1.000 Bewertungen auf 4,5 von fünf möglichen Sternen.

MailPoet ist optisch etwas besser an WordPress angepasst und daher für Einsteiger:innen angenehmer zu nutzen. Der Funktionsumfang ist aber ähnlich. Mit MailPoet kannst du Formulare und Newsletter erstellen, hast eine Integration für WooCommerce, bekommst Statistiken und vorgefertigte Vorlagen kostenlos dazu.

Zudem gibt es die Möglichkeit, den MailPoet Sending Service zu nutzen. Dadurch musst du deine E-Mails nicht über deinen eigenen Host verschicken. Der Sending Service ist bis zu 1.000 Abonnent:innen kostenlos, darüber hinaus musst du kostenpflichtig upgraden (oder deinen eigenen Host nutzen).

MailPoet WordPress Plugin
MailPoet 3 für WordPress und WooCommerce

Email Subscribers & Newsletters

Das Plugin Email Subscribers & Newsletters von Icegram kann ähnlich beeindruckende Zahlen wie MailPoet vorweisen: Über 100.000 aktive Installationen, 4,5 von fünf Sternen, knapp 1.000 Bewertungen.

Auch mit diesem Plugin lassen sich unlimitierte Kontakte sammeln, Newsletter verschicken, E-Mail-Templates und verschiedene Listen anlegen. Es kommt einher mit einem integrierten Spam-Check, automatischen Mailings bei neuen Blogartikeln und einer Reihe von fertig designten Formularen.

Mit der kostenpflichtigen Pro-Variante des Plugins kannst du zudem noch weitere Funktionen freischalten. Zum Beispiel Autoresponder-Sequenzen, die nach einem von dir festgelegten Muster automatisch E-Mails verschicken. Damit kannst du ganze Mailing-Strecken einmalig erstellen und an deine neuen Abonnenten raussenden.

Email Subscribers Newsletters Plugin
Das Plugin Email Subscribers & Newsletters

Natürlich gibt es noch viele weitere Plugins für den Aufbau eines Newsletters mit WordPress. Um das Richtige zu finden, kannst du eine Auswahl davon installieren und testen, welches für deine Bedürfnisse am besten geeignet ist. Suche dafür im Pluginverzeichnis von WordPress einfach nach „Newsletter“.

Achte dabei auf die aktiven Installationen sowie auf die Bewertungen der einzelnen Plugins. Weitere Hinweise zur Auswahl von WordPress Plugins findest du in unserem Tutorial zur Plugin-Auswahl.

Mailchimp, SendInBlue & Co.: Newsletter Formulare einbauen

Wie oben bereits erwähnt, musst du dein Newsletter System nicht unbedingt selbst aufbauen. Du kannst auch E-Mail-Marketing-Anbieter wie Mailchimp, SendInBlue, CleverReach und Co. auswählen, die all diese Arbeit für dich übernehmen.

Neben dem Verfassen und Verschicken der Newsletter musst du dann nur noch eine Sache selber machen: Das Sammeln der E-Mail-Adressen deiner Besucher:innen.

Formulare in WordPress integrieren

Das geht mit sogenannten Formularen, die du auf deiner Website einbauen kannst. Beispiele für passende Platzierungen sind die Seitenleiste, unter jedem Artikel, als Pop-up oder auf einer eigenen Newsletter-Seite, die du im Menü, Header oder im Footer verlinken kannst.

Fast alle großen E-Mail-Marketing-Anbieter bieten eigene WordPress Plugins für Formulare an, die du auf deiner Website einbauen kannst. Ein Beispiel: Wenn du dich für Mailchimp entscheidest, dann suche einfach nach „Mailchimp form“ im Pluginverzeichnis und suche dir einen der Anbieter aus. Bestenfalls auch hier einen mit vielen aktiven Installationen, guten Bewertungen und einer möglichst aktuellen Version.

Die Mailchimp WordPress Integration

Da es unzählige verschiedene Anbieter für E-Mail-Marketing gibt und die Plugins im Kern immer ähnlich funktionieren, stellen wir dir die Integration dieser Plugins nur am Beispiel von Mailchimp vor. Hierfür wählen wir das wohl bekannteste Plugin  MC4WP: Mailchimp for WordPress mit über zwei Millionen aktiven Installationen.

Einmal installiert und aktiviert, musst du das Plugin mit deinem Newsletter-Anbieter verknüpfen. Das geht in der Regel über eine API-Schnittstelle. Die Plugins erklären dir aber während des Prozesses ganz genau, wie das funktioniert und wo du die dafür notwendigen Informationen bei deinem Anbieter findest.

Mailchimp WordPress API
Die API Settings in Mailchimp für WordPress

Ist das erledigt, erstellst du ein Formular. Das platzierst du dann entweder per Code oder – etwas einfacher – per Shortcode dort, wo du es gerne hättest. Manche Formular-Plugins bringen auch gleich noch passende Widgets mit, die du an den verschiedenen Widget-Plätzen innerhalb deiner WordPress Seite einbinden kannst.

Wenn deine Besucher:innen sich dann anmelden möchten, brauchen sie lediglich ihre Daten angeben. Das Plugin übergibt alles an deinen Newsletter-Anbieter, der den Rest erledigt.

Double-Opt-In und DSGVO

Wichtig: Ein Newsletter ist ein sensibles Thema, wenn es um den Datenschutz geht. Du musst bestimmte rechtliche Grundregeln beachten, wenn du einen Newsletter rechtskonform betreiben möchtest.

Beispielsweise ist es wichtig, ein sogenanntes Double-Opt-In-System zu verwenden, also deine Nutzer:innen nach Eintragen ihrer Adresse noch einmal per E-Mail zu fragen, ob sie den Newsletter auch tatsächlich haben möchten. So wird ausgeschlossen, dass ein Dritter unbefugt andere Menschen zu Newslettern anmeldet.

Zudem musst du dafür sorgen, dass du deine Nutzer:innen genau darüber informierst, was mit ihren Daten passiert, wie sie gespeichert werden und was du mit den Daten nach der Austragung machst. Diese Informationen gehören in deine Datenschutzerklärung – und diese muss bei der Anmeldung deiner Nutzer:innen zur Kenntnis genommen werden.

Am besten stellst du das sicher, indem du eine Checkbox für die Anmeldung verpflichtend machst, mit der deine Besucher:innen abhaken, dass sie die Datenschutzerklärung gelesen haben. Weitere Themen sind etwa das sogenannte Koppelungsverbot der DSGVO für dein E-Mail-Marketing, siehe unsere Erläuterungen hierzu. Die zuvor genannten Punkte solltest du alle von einer Fachkanzlei für Onlinerecht überprüfen lassen, damit du auf der sicheren Seite bist.

Alle von uns vorgestellten Plugins bieten die Möglichkeit, einen DSGVO-konformen Newsletter aufzusetzen. Informiere dich hierzu aber selbst noch einmal genau und konsultiere im Zweifel ebenfalls eine Anwaltskanzlei oder Expert:innen für Datenschutz, die deinen Newsletter rechtskonform mit dir aufsetzen.

Fazit: Newsletter erstellen geht mit WordPress sehr einfach

Wie bei fast allen Herausforderungen, die man mit WordPress so haben kann, stehen dir auch für die Einrichtung eines Newsletters viele Plugins im WordPress Pluginverzeichnis zur Verfügung. Sie alle vereinfachen die Einrichtung erheblich. Du musst nur für dich die Frage klären, ob du ein eigenes System oder einen bekannten Newsletter-Anbieter nutzen möchtest. Danach kannst du mit wenigen Klicks einen Newsletter aufsetzen oder dich mit Formularen an andere Anbieter andocken.

Auch kostenseitig ist ein Newsletter keine große Hürde: Die meisten Plugins bieten für den Start gratis Versionen an, die meisten Anbieter ebenfalls eine Freigrenze, bis zu der du deinen Newsletter kostenfrei betreiben kannst. Wenn deine Newsletter-Liste dann mit der Zeit größer wird, kannst du mit immer noch kleinen finanziellen Mitteln weitermachen – dein Newsletter bringt dir dann aber bestenfalls bereits einen Return in Form von wiederkehrenden Besuchen und letztendlich Kund:innen. Hierzu solltest du idealerweise messen, welche Besucher:innen über den Newsletter kommen und dann auch konvertieren bzw. bei dir kaufen.

Solange du auf die DSGVO achtest, empfiehlt es sich übrigens, auch dann E-Mail-Adressen einzusammeln, wenn du gerade noch gar keinen regelmäßigen Newsletter betreibst. Eine große E-Mail-Liste kann deinem Online-Marketing einen ordentlichen Push geben. Mit einer bestehenden Liste musst du dann bei deinem zukünftigen Newsletter nicht ganz von vorne starten.

Deine Fragen zu Newsletter Plugins

Welches Newsletter Plugin nutzt du? Welche Fragen zu den vorgestellten Erweiterungen hast du? Nutze gerne die Kommentarfunktion. Du willst weitere Tipps zum Thema WordPress und WooCommerce? Dann folge uns auf TwitterFacebookLinkedIn oder über unseren Newsletter.

Christina ist Service-Redakteurin bei BASIC thinking, einem der größten Tech-Magazine in Deutschland. Ihre Themengebiete umfassen Technologie, Wirtschaft und Marketing. Seit vielen Jahren arbeitet sie mit WordPress bei BASIC thinking sowie an eigenen Projekten.

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Kommentare zu diesem Artikel

D

warum wird hier nicht Mailster erwähnt? Ein absolut mächtiges Plugin, welches DSGVO-konform ist und keinen externen Newsletter-Service benötigt.

Michael Firnkes
Michael Firnkes

@Daniel: Danke für den Hinweis. Es gibt jedoch kein offizielles Plugin bei WordPress.org (nur Add-ons), und ich finde auf der Website von Mailster keinen Hinweis zum Anbieter? Hast du Erfahrungen mit dem Tool gemacht? Dann ergänze sie gerne hier.

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