Der ultimative Reseller Hosting Anbietervergleich 2026

Du bist auf der Suche nach dem perfekten Reseller Hosting für dein WordPress Business? Egal, ob du als Freelancer:in, Webdesigner:in oder Agentur Hostingdienste unter deinem Namen anbieten möchtest – die Wahl des richtigen Anbieters ist maßgeblich für deinen Erfolg. Anders als in unserem WordPress Hoster Vergleich vergleichen wir uns in diesem Artikel in puncto Reseller Hosting mit den Angeboten des Wettbewerbs. Dabei schaue ich mir Kriterien wie Zuverlässigkeit und Uptime, Managed Hosting (vor allem Sicherheitsfeatures, Support sowie einfache Verwaltung), Skalierbarkeit, Provisionen und Vergütungsmodelle und White Labeling an. Die Daten stammen aus Performancetests, Bewertungsportalen sowie Erfahrungsberichten.

Top 10 Reseller Hoster im Vergleich: Wer ist der beste Web Hoster?

Ich zeige euch die besten WordPress Reseller im Vergleich – angefangen mit erschwinglichen Einsteigerangeboten bis zu Premium Anbietern.

  1. Strato
  2. netcup
  3. Hostinger
  4. Alfahosting
  5. Ionos
  6. dogado
  7. All-Inkl
  8. Hostpress
  9. SiteGround
  10. Raidboxes

Strato – Preiswert, aber mit Leistungseinbußen

Strato sitzt in Berlin und ist einer der größten Webhosting Anbieter in Europa. Das Unternehmen gehört zur Unternehmensgruppe von United Internet und darunter zur IONOS Gruppe. Strato legt den Fokus auf ein günstiges Hosting, kombiniert mit soliden Sicherheitsmaßnahmen und einer souveränen Infrastruktur.

Vorteile

  • Hohe Uptime
  • Günstige Einstiegspreise
  • ISO 27001-zertifizierte Rechenzentren in Deutschland (DSGVO-konform)
  • Souveräne Sicherheitsfunktionen

Nachteile

  • Performance unter hoher Last nicht immer stabil
  • Support eher langsam und unflexibel
  • Aufpreis für gesonderte Supportzeiten
  • Eingeschränkte Skalierungsmöglichkeiten
  • Kein Managed Hosting:: Hoher eigener Administrations- und Wartungsaufwand
  • Weniger intuitive Einrichtung und Bedienung

Wenn du es noch genauer wissen möchtest, schau dir unseren ausführlichen Vergleich von Raidboxes und STRATO an.

netcup – Flexibel und preiswert

netcup aus Deutschland bietet seine Hostingleistungen zu souveränen Preisen und auf leistungsfähigen Servern, die auch für anspruchsvollere Reseller attraktiv sind. 

Vorteile

  • Verlässliche Uptime und Serverstandorte in Deutschland und Österreich
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit viel Speicherplatz
  • Souveräne Sicherheitsfunktionen
  • White Labeling Optionen

Nachteile

  • Schwankende Performance bei Shared-Ressourcen
  • Gewöhnungsbedürftige Menüführung durch Trennung von Kundencenter (CCP) und Plesk
  • Standard-Support per Ticket teils träge. Erweiterter 24/7-Support nur gegen Aufpreis
  • Auch andere Funktionen nur gegen Zusatzkosten
  • Keine spezifischen WordPress-Agentur-Tools (wie Staging, zentrale Plugin-Verwaltung oder isolierte Testumgebungen)

Hostinger – Agentur-Hub mit Partner-Programm

Hostinger ist ein internationaler Hoster mit Hauptsitz in Litauen. Das Unternehmen bietet kein klassisches Reseller-Hosting an, sondern setzt für Agenturen und Freelancer auf das sogenannte Pro Panel im eigenen hPanel. Damit lassen sich Kundenprojekte zentral verwalten, Zugriffsrechte verteilen und Webseiten per Mausklick übertragen. Über das Hostinger Partner Program erhalten Agenturen ab 10 betreuten Websites zudem wiederkehrende Provisionen und können über den Hostinger-Katalog neue Kundenanfragen erhalten.

Vorteile

  • Hohe Uptime 
  • Intuitives hPanel mit speziellem Pro-Dashboard für Agenturen
  • Attraktive Partner-Features (Inbound-Leads ab 10 Websites, Provisionsmodell & Staging)
  • Günstige Einstiegspreise für mehrjährige Verträge
  • Einfaches Setup und Migration
  • Gute integrierte WordPress-Features (Object Cache, automatisches Staging, Malware-Scanner)

Nachteile

  • Kundensupport primär auf Englisch und stark auf automatisierte Hilfe-Bots und Verweisen auf die Wissensdatenbank ausgerichtet
  • Performance im Einstiegs-Pro-Segment basiert auf Shared-Infrastruktur und stößt bei Lastspitzen an Grenzen
  • Starke Preiserhöhung nach der ersten Vertragslaufzeit (Verlängerungspreise teils deutlich teurer)
  • Kein echtes White-Labeling: Kunden kommen direkt mit der Marke Hostinger in Kontakt

Alfahosting – Klassisches Reseller-Hosting mit fester User-Staffelung

Alfahosting (Teil der dogado-Gruppe) mit Sitz in Halle an der Saale bietet strukturierte Reseller-Tarife auf Shared-Hosting-Basis an. Das Modell unterscheidet sich nach der Anzahl anlegbarer Benutzeraccounts sowie beim zugewiesenen SSD- und E-Mail-Speicherplatz. Die Server stehen in deutschen Rechenzentren, und der Kundenservice ist rund um die Uhr erreichbar.

Vorteile

  • Klare Tarifstruktur mit gestaffelten Kontingenten für Benutzeraccounts und Speicherplatz
  • Serverstandort in Deutschland mit 24/7-Support
  • Vergünstigte Einkaufskonditionen für Domains im Reseller-Modell
  • Inkludierte Web-Installationshilfen und Cronjob-Verwaltung

Nachteile

  • Basiert auf Shared-Hosting-Ressourcen ohne isolierte Server-Leistung pro Kunden-Website
  • Keine spezialisierten Workflows für WordPress-Agenturen (z. B. 1-Klick-Staging, zentrale Plugin-Verwaltung)
  • Performance-Begrenzungen bei rechenintensiven Instanzen oder hohen Besucherzahlen

Ionos – Partner-Portal mit breitem Infrastruktur-Portfolio

IONOS (Teil der United Internet AG mit Hauptsitz in Montabaur) richtet sich mit seinem Agentur-Partnerprogramm an Webdesigner und Agenturen. Das System kombiniert eine zentrale Kunden- und Projektverwaltung im Partner-Portal mit verschiedenen Hosting-Infrastrukturen – von klassischem Webhosting über VPS bis hin zu Cloud-Servern. Neben Reseller-Funktionen bietet IONOS ein Agenturverzeichnis zur Vermittlung von Anfragen sowie die Betreuung durch einen persönlichen Ansprechpartner.

Vorteile

  • Zentrales Partner-Portal zur Verwaltung von Kundenprojekten und Zugriffsrechten
  • Breites Infrastruktur-Portfolio (Shared Hosting, Cloud Server, Dedicated Root Server)
  • Fester persönlicher Ansprechpartner zusätzlich zum 24/7-Kundensupport
  • Agenturverzeichnis zur Generierung potenzieller Neukunden-Leads
  • ISO 27001-zertifizierte Rechenzentren in Deutschland und Europa

Nachteile

  • Komplexe Produkt- und Menüstruktur (Verwaltung teils auf Control Center, Cloud Panel und Partner-Portal verteilt)
  • Unübersichtliche Tariflandschaft mit variablen Zusatzkosten für bestimmte Erweiterungen
  • Standard-Shared-Hosting-Tarife stoßen bei hohen Lastspitzen an Leistungsgrenzen
  • Keine spezialisierten WordPress-Agentur-Tools (wie automatisierte Staging-Umgebungen auf Knopfdruck oder isolierte Testinstanzen)

Wenn du es noch genauer wissen möchtest, schau dir unseren ausführlichen Vergleich von Raidboxes und IONOS an.

Dogado – B2B-Partnerprogramm mit Whitelabel- und Provisionsmodell

Dogado ist ein deutscher Anbieter, der auf Webhosting spezialisiert ist und seine Server ausschließlich in Deutschland betreibt. Das Unternehmen richtet sich gezielt an Digitalagenturen, Systemhäuser und Web-Professionals. Das Partnerprogramm unterscheidet zwischen aktivem Whitelabel-Reseller-Geschäft (inklusive Whitelabel-Panel und Domain-Reselling) und einem reinen Empfehlungssystem mit wiederkehrenden Provisionen. Die Serverinfrastruktur wird in zertifizierten deutschen Rechenzentren betrieben und mit 100 % Ökostrom versorgt.

Vorteile

  • Getrennte Partner-Modelle für echtes Whitelabel-Reselling oder Provisions-Empfehlungen
  • Integriertes Domain-Reselling mit gestaffelten Einkaufskonditionen
  • Breites B2B-Portfolio (Cloud-Server, vDataCenter-Ressourcen, Backup-Lösungen)
  • Persönlicher Ansprechpartner und ISO 27001-zertifizierte Rechenzentren in Deutschland

Nachteile

  • Höheres Preissegment im Vergleich zu reinen Budget-Reseller-Hostern
  • Produktlandschaft durch den starken B2B- und Cloud-Fokus für kleinere Webprojekte teils überdimensioniert
  • Basiert auf generischer Hosting-Infrastruktur ohne spezialisierte WordPress-Workflows (wie 1-Klick-Staging oder WP-spezifisches Server-Caching)

All-Inkl – Etabliertes Reseller-Hosting mit starkem Support

All-Inkl mit Sitz in Friedersdorf/Sachsen gehört zu den bekanntesten deutschen Hostern. Das Reseller-Angebot basiert auf eigenen Reseller-Servern und der hauseigenen KAS-Verwaltung (Kunden-Administrations-System). Damit können Agenturen eigene Kunden-Accounts anlegen, Speicherplätze zuteilen und Lizenzen verwalten. All-Inkl punktet vor allem durch Serverstandorte in Dresden, transparente Kompletttarife inklusive Domain-Kontingenten und einen schnellen Direkt-Support.

Vorteile

  • Gut erreichbarer, direkter Telefon- und E-Mail-Support (in höheren Tarifen mit 24/7-Notfall-Hotline)
  • Transparente Paketpreise inklusive Domain-Kontingenten und kostenlosen SSL-Zertifikaten
  • Schnelles KAS-Panel zur Erstellung und Isolierung separater Kunden-Accounts
  • ISO-zertifizierte Rechenzentren in Deutschland mit hoher Verfügbarkeit

Nachteile

  • Benutzeroberfläche (KAS) technisch verlässlich, aber visuell veraltet und für Einsteiger gewöhnungsbedürftig
  • Kein Support-Kanal via Live-Chat
  • Basiert auf klassischer Shared-Infrastruktur ohne isolierte Performance-Garantie pro Kunden-Website
  • Keine spezialisierten WordPress-Tools für Agenturen (wie 1-Klick-Staging, zentrales Plugin-Management oder WP-Caching)

Hostpress – Gutes Managed WordPress Hosting, das seinen Preis hat

HostPress mit Sitz im saarländischen Eppelborn ist ein auf Managed WordPress Hosting spezialisierter deutscher Anbieter. Für Agenturen und Reseller bietet HostPress sogenannte Multitarife sowie dedizierte Managed Cloud Server an, über die mehrere Kunden-Websites auf isolierten Ressourcen verwaltet werden können. Ergänzend zum direkten Reselling steht ein Partnerprogramm mit wiederkehrenden Provisionen zur Verfügung. Das Angebot umfasst WP-spezifische Caching-Lösungen (inklusive WP-Rocket-Integration) sowie spezialisierten deutschen WordPress-Support.

Vorteile

  • Auf WordPress optimierte Infrastruktur mit isolierten Server-Ressourcen und integriertem Server-Caching
  • Spezialisierter deutscher WordPress-Support per Telefon, Chat und Ticket
  • Multitarife und Managed Cloud Server zur zentralen Verwaltung mehrerer Kundenprojekte
  • Kostenloser Umzugsservice inklusive anschließender Performance-Optimierung
  • Partnerprogramm mit wiederkehrenden Provisionen für Kundenempfehlungen

Nachteile

  • Gehobene Preisstruktur im Vergleich zu Shared-Hosting-Resellern
  • White-Label-Option (eigenes Branding/Domain im Kunden-Panel) nur als kostenpflichtiges Add-on buchbar
  • Rein auf WordPress und WooCommerce fokussiert – keine Unterstützung für andere CMS oder allgemeine Webspace-Nutzung

SiteGround – Internationale Google-Cloud-Infrastruktur mit Agentur-Features

SiteGround (Hauptsitz in Sofia, Bulgarien) ist ein internationaler Hoster, der sich mit seinen GoGeek- und Cloud-Tarifen gezielt an Agenturen und Reseller richtet. Die technische Infrastruktur basiert auf der Google Cloud Platform (GCP) und ermöglicht unter anderem den Serverstandort Frankfurt am Main. Über das eigene Verwaltungspanel (Site Tools) können Agenturen Kundenprojekte verwalten, spezifische Zugriffsrechte vergeben und White-Label-Zugänge einrichten.

Vorteile

  • Moderner Verwaltungsbereich (Site Tools) mit White-Label-Optionen für Kunden-Zugänge
  • Infrastruktur auf Basis der Google Cloud Platform mit frei wählbaren Serverstandorten (u. a. Deutschland)
  • Integrierte WordPress-Performance-Tools (hauseigenes Caching und optimierte PHP-Umgebung)
  • Tägliche automatische Backups und 24/7-Support per Live-Chat und Ticket

Nachteile

  • Erheblicher Preisanstieg bei der Vertragsverlängerung nach Ablauf des ersten Abrechnungszeitraums
  • Begrenzter Speicherplatz (SSD-Quotas) pro Tarifpaket
  • Direkter Live-Chat-Kontakt im Kundenportal erst nach Durchklicken automatisierter Hilfe-Assistenten erreichbar
  • White-Labeling und priorisierter Support sind auf die höheren Tarifklassen (GoGeek / Cloud) beschränkt

Raidboxes – Spezialisiertes Managed WordPress Hosting für Agenturen & Freelancer

Unser Hosting setzt auf ein vollumfänglich auf WordPress optimiertes Managed Hosting. Das technische Fundament bilden isolierte Container-Ressourcen (Boxen) pro Website statt klassischem Shared Hosting. Das hauseigene Partnerprogramm richtet sich speziell an Webdesigner, Freelancer und Digitalagenturen. Es bietet kostenlose Entwicklungs-Umgebungen (Dev-Boxen), zentrale Dashboard-Tools (wie 1-Klick-Staging, Klonen und automatische Backups) sowie die Wahl zwischen direktem Reselling (mit bis zu 60 % Agenturrabatt) oder einer Projektübergabe gegen Einmalprovision.

Vorteile

  • Isolierte Server-Ressourcen (Container-Architektur) für verlässliche Performance ohne Neighbours-Effect
  • Kostenlose Entwicklungszeit (Dev-Boxen) für neue Kundenprojekte
  • Flexibles Partner-Modell: Wahl zwischen Reselling (30–60 % Agentur-Rabatt) und Handover-Provisionsmodell
  • Zeitsparende Dashboard-Tools für Agenturen (1-Klick-Staging, Website-Klonen, zentrale Massenverwaltung)
  • Deutschsprachiger Expertensupport, der ausschließlich auf WordPress und WooCommerce spezialisiert ist
  • Integrierte serverseitige Sicherheitsfunktionen (Web Application Firewall, automatische Backups, SSL)

Nachteile

  • Gehobenes Preissegment im Vergleich zu einfachen Budget-Hosting-Resellern
  • Kein White-Labeling des Kundendashboards (Kunden-Logins laufen über die Raidboxes-Oberfläche)
  • Ausschließlich auf WordPress und WooCommerce fokussiert

Was ist Reseller Webhosting und wie funktioniert es?

Du willst deinen Kund:innen eine Hostinglösung anbieten, ohne dir den Kopf über Server und Technik zu zerbrechen? Genau hier kommt das Reseller Hosting ins Spiel. Du wirst Reseller bzw. Partner eines Hosters mit allem Drum und Dran (z. B. Speicherplatz, Performance, Uptime, Verwaltungstools), um für deine Kund:innen ein professionelles WordPress Hosting anzubieten bzw. mitzuübernehmen. 

Dabei unterscheidet man im Agentur-Alltag meist zwei Modelle:

  • Klassisches Reselling (Eigenes Paket & Marge): Du kaufst Hosting-Ressourcen günstig beim Hoster ein, schnürst eigene Wartungs- oder Servicepakete und rechnest diese monatlich selbst an deine Kund:innen ab.
  • Besitzwechsel / Vermittlung (Provision): Du erstellst die Website auf einer Entwicklungs-Instanz und übergibst den Hosting-Vertrag nach Fertigstellung per Klick an deinen Kunden. Der Hoster übernimmt die Abrechnung und du kassierst eine Vermittlungsprovision.

Vor- und Nachteile des Reseller Hostings

Jetzt magst du dich fragen: Ist Reseller Hosting profitabel für mein Unternehmen? 

Ich fasse zusammen, welche Vorteile Reseller Hosting dir als Agentur oder Freelancer:in bietet: 

  • Du lagerst den technischen Part aus: Der Hoster stellt die IT-Infrastruktur und übernimmt Wartung, Sicherheit und Backups. Du brauchst also keine eigenen Server, teure Infrastruktur oder technisches Knowhow und kannst dich auf den Aufbau deines Geschäfts und deine Kund:innen fokussieren. 
  • Einfache Skalierbarkeit: Mit deinem wachsenden Kundenstamm bzw. zunehmenden Anforderungen bei deinen Kund:innen kannst du ganz einfach Ressourcen dazubuchen.
  • White-Labeling & Branding: Viele Anbieter ermöglichen es dir, das Hosting unter deinem Brand anzubieten – von neutralen Staging-URLs bis hin zu angepassten Verwaltungs-Dashboards.
  • Volle Preishoheit: Du bestimmst deinen Gewinn. Neben dem Namen (beim White Labeling) entscheidest du ebenso, was du für deine Hosting- oder Wartungspakete verlangen möchtest und kannst so deinen Gewinn beeinflussen. 

Neben den Vorteilen muss ich natürlich auch auf die Nachteile hinweisen:

  • Abhängigkeit vom Hoster: Da du die Hostingleistung eines Drittanbieters nutzt, bist du natürlich stark von dessen Leistung und Verfügbarkeit abhängig. Das heißt: Wenn der Hoster Ausfälle hat oder langsame Server betreibt, wirkt sich das direkt auf deine Kund:innen aus und fällt auf dich zurück. Dann wirst du dafür verantwortlich gemacht, auch wenn du nicht die Kontrolle darüber hast. 
  • Eingeschränkte technische Kontrolle: Beim Reseller Hosting hast du wenig bis keine Kontrolle über die technischen Gegebenheiten wie Server Einstellungen und Konfigurationen. Wenn du maßgeschneiderte Lösungen brauchst, stößt du hier schnell an Grenzen. Häufig bekommst du hier Standardlösungen.
  • Zweistufiger Support: Wenn du die Fragen deiner Kund:innen nicht direkt beantworten kannst und zunächst auf die Antwort deines Hosters warten musst, kann das aus Sicht deiner Kund:innen als störend empfunden werden. 
  • Bei einigen Hostern teilst du Ressourcen: Reseller Hosting läuft oft auf Shared Hosting Strukturen (nicht bei Raidboxes). Das heißt: Deine Kund:innen teilen sich die Server Ressourcen mit anderen Nutzer:innen. Sollte einer viele Ressourcen beanspruchen, spüren das deine Kund:innen gegebenenfalls in Form von schlechterer Performance.

Wie wählt man einen Reseller Hostinganbieter bzw. worauf ist zu achten?

Die Wahl eines Reseller Hosting Anbieters ist eine wichtige Entscheidung, die du in der Regel einmalig fällst und die langfristig immense Auswirkungen auf dein Geschäft hat. Ich habe dir die wichtigsten Kriterien zusammengestellt, auf die du achten solltest, um den für dich besten Reseller Hoster zu finden:

  • Zuverlässig hohe Performance: Die Ladezeit von Websites ist das Argument – wenn nicht sogar das wichtigste – für die Zufriedenheit deiner Kund:innen. Ich empfehle dir, einen Hoster zu wählen, der seine technische Infrastruktur auf WordPress optimiert hat.
  • Hohe Uptime: Wenn Kund:innen eins neben einer schlechten Ladezeit nicht mögen, ist das die fehlende Erreichbarkeit ihrer Website. Suche dir einen Hoster, der eine Uptime von mindestens 99,99 % garantieren kann. 
  • Einfache Skalierbarkeit: Es sollte für dich leicht sein, dein Geschäft flexibel zu skalieren, wenn du mehr Kund:innen gewinnen möchtest oder aber einzelne Kund:innen mehr Traffic zu verzeichnen haben. Achte darauf, dass zusätzliche Ressourcen wie Speicherplatz und CPU-Power einfach und ohne hohe Kosten hinzubuchbar sind.
  • DSGVO-Konformität, AVV & Serverstandort Deutschland: Für Agenturen im DACH-Raum ein absolutes Kriterium. Achte darauf, dass die Server garantiert in Deutschland liegen und du Auftragsverarbeitungsverträge (AV-Verträge) mit wenigen Klicks digital abschließen kannst.
  • Sicherheitsfunktionen: Ebenso wichtig für deinen Hostingservice sind integrierte Sicherheitsfeatures. Dazu zählen beispielsweise kostenlose SSL-Zertifikate, regelmäßige Backups, DDoS-Schutz oder das Malware-Scanning anbietet. Achte darauf, dass nicht nur basic Security Features enthalten sind.
  • Intuitive Verwaltung von Websites: Ein benutzerfreundliches Dashboard erleichtert die Verwaltung deiner Kunden Websites und die Einrichtung dieser. Achte darauf, dass der Hoster eine intuitive Benutzeroberfläche bietet, die dir Zeit spart und Arbeitsschritte automatisiert.
  • Support und Kundenservice: Ein zuverlässiger Support, der zu deinen Arbeitsstunden erreichbar ist, ist unerlässlich. Schließlich erwarten deine Kund:innen bei Problemen schnell Hilfe. Schaue dir unbedingt die unterschiedlichen Supportkanäle (z. B. Chat, Telefon, E-Mail) und die Reaktionszeiten an. Doch nicht nur das – erfahrungsgemäß gehen Kundenfragen oft über das Hosting hinaus und betreffen beispielsweise WordPress selbst. Hier bist du mit einem Hostingpartner gut aufgestellt, der dies leisten kann und die Expertise mitbringt. 
  • Transparentes und faires Preismodell ohne versteckte Kosten: Es gibt Hoster, die mit günstigen Einstiegspreisen locken, welche aber nach einiger Zeit drastisch ansteigen oder komplizierte Kündigungsbedingungen haben. Halte hier auch unbedingt die Augen bezüglich versteckter Kosten auf (z. B. Upgrades, zusätzliche Domains oder SSL-Zertifikate).
  • Einfache Einrichtung und Migration: Sowohl die Einrichtung einer neuen Website als auch der Wechsel von einem anderen Hoster sollte einfach, kostenlos und schnell möglich sein. Das erleichtert dir den Start und verhindert Ausfallzeiten.

Neben diesen hard facts empfehle ich, dass du auch alle weiteren Leistungen der Anbieter gegenüberstellst. Bei wem sind mehr Leistungen inkludiert? Jede weitere Leistung kann nicht nur für dich, sondern auch für dein Kund:innen den Unterschied machen.

Und die authentischste Einschätzung und Validierung der Anbieter erhältst du sowieso, wenn du dir Erfahrungsberichte durchliest.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Reseller Hosting

Für wen eignet sich Reseller Hosting?

Meiner Erfahrung nach eignet sich Reseller Hosting, insbesondere für zwei Gruppen: Agenturen sowie Freelancer:innen. Über das Reseller Hosting können diese ihren Kund:innen nicht nur Webseiten, sondern auch direkt das Hosting anbieten. Das kann in der Anbieterauswahl aus Kundensicht den entscheidenden Unterschied machen.

Wie starte ich mit Reseller Webhosting?

Zuerst recherchierst und wählst du den Anbieter. Entscheide dich für einen zuverlässigen Hostinganbieter, der Reseller Pakete anbietet, und prüfe insbesondere Faktoren wie Preis, Leistung, Support und Skalierbarkeit. Wenn du dich entschieden hast, kannst du das Angebot feststecken, was du deinen Kund:innen machst.

Kann man mit Reseller Hosting Geld verdienen?

Ja, Reseller Hosting ist eine der effektivsten Möglichkeiten für Agenturen und Freelancer, wiederkehrende monatliche Einnahmen (MRR) aufzubauen. Das eigentliche Hosting wird meist mit weiteren Dienstleistungen wie Wartung, Backups, Sicherheits-Updates und Support zu einem monatlichen Pflegepaket gebündelt (z. B. zwischen 30 € und 150 € pro Monat und Kunde). Über eine gute Kundenbetreuung baust du schlussendlich langfristige Kundenbeziehungen auf und erntest langfristige Aufträge.

Was ist der Unterschied zwischen Eigen-Reselling (Whitelabel) und einem Provisionsmodell (Handover)?

Beim klassischen Eigen-Reselling kauft die Agentur Hosting-Ressourcen beim Hoster ein, schnürt eigene Pakete und stellt dem Endkunden das Hosting direkt in eigener Rechnung. Beim Provisionsmodell (Handover) vermittelt die Agentur das Hosting-Paket direkt an den Kunden. Der Vertrag läuft zwischen Kunde und Hoster, während die Agentur vom Hoster eine einmalige oder wiederkehrende Provision erhält.

Welche rechtlichen Vorgaben (DSGVO & AVV) muss ich als Reseller beachten?

Da du als Reseller personenbezogene Daten der Website-Besucher deiner Kunden verarbeitest (z. B. IP-Adressen in Server-Logfiles), musst du zwei Verträge zur Auftragsverarbeitung (AV-Vertrag) schließen: Einen AV-Vertrag schließt du mit deinem Hosting-Anbieter ab, und einen weiteren AV-Vertrag schließt du als Dienstleister direkt mit deinen eigenen Kunden ab. Zudem müssen die Serverstandorte DSGVO-konform (idealerweise innerhalb der EU) sein.

Brauche ich zwingend White-Labeling beim Reseller-Hosting?

Nicht zwingend. White-Labeling (die Anpassung der Verwaltungsoberfläche an dein eigenes Agentur-Design) ist nützlich, wenn deine Kunden eigenständig im Hosting-Backend arbeiten sollen. Viele Agenturen übernehmen das Webhosting jedoch als vollverwalteten Service („Managed Service“). In diesem Fall greift der Kunde selbst nie auf das Dashboard zu, wodurch ein neutrales oder fremdes Branding keine Rolle spielt.

Wie unterscheidet sich klassisches Shared-Reseller-Hosting von Managed-WordPress-Reselling?

Beim klassischen Shared-Reseller-Hosting teilt man sich einen großen Server inkl. Ressourcen (CPU/RAM) mit vielen anderen Nutzern und verwaltet Zugänge meist über Tools wie Plesk oder cPanel. Managed-WordPress-Reselling bietet isolierte Ressourcen (Container) pro Kunden-Website, serverseitiges WordPress-Caching sowie automatische Updates und Sicherheits-Backups, was den eigenen Wartungsaufwand drastisch reduziert.

Wer haftet bei Serverausfällen oder Hackangriffen auf Kunden-Websites?

Das hängt vom gewählten Modell und deinen AGB ab. Beim Eigen-Reselling bist du gegenüber deinem Kunden der primäre Vertragspartner für die Infrastruktur und solltest Ausfallzeiten sowie Sicherheitsleistungen über klare Service Level Agreements (SLAs) und AGB regeln. Beim Provisionsmodell (Handover) liegt die Haftung für die Serverinfrastruktur direkt beim Hoster.

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