Die 8 beliebtesten WordPress Page Builder im Vergleich

Torben Simon Meier Aktualisiert am 20.10.2020
11 Min.
Page-Builder
Zuletzt aktualisiert am 20.10.2020

Mit einem WordPress Page Builder brauchst du keine Programmierkenntnisse, um Beiträge und Seiten individuell zu gestalten: Die Erweiterung ersetzt oder ergänzt den Standard-Editor und kommt mit vielen einstellbaren Bauelementen wie Galerien, Buttons und Textbereichen, die du per Drag & Drop zusammenstellen kannst. Doch es gibt mehr als nur einen WordPress Page Builder. Wir stellen dir gleich acht verschiedene dieser Plugins vor, damit du mit WordPress schneller vorankommst.

1. Elementor

Elementor-Page-Builder
Einer der am häufigsten genutzten WordPress Page Builder: Elementor.

Obwohl der WordPress Page Builder namens Elementor zu den jüngsten gehört, läuft er bereits auf mehr als einer halben Million Websites. Der rasante Erfolg ist wahrscheinlich auf die gelungene Oberfläche und den hervorragenden Bedienkomfort zurückzuführen.

Damit kannst du Posts, Seiten, benutzerdefinierte Inhalte und sogar Kategorieseiten bequem bearbeiten – im Frontend und im Backend. Das heißt, du brauchst deine Inhalte nicht im Administrationsbereich zu gestalten, sondern kannst sie direkt aus der Besucherperspektive sehen und im WordPress Page Builder per Drag & Drop verändern.

Elementor bietet dir viele Elemente, die du für dein eigenes Layout verwenden kannst: Buttons, Überschriften, Animationen, Galerien und vieles mehr. Der Umfang lässt sich durch die Installation von speziellen Elementor-Plugins grenzenlos ergänzen. Möglich ist auch die Integration mit WooCommerce und zahlreichen anderen Erweiterungen und Themes, die eigene Elementor-Blocks mitliefern. 

Elementor verfügt in der kostenlosen Version über mehr als 30 Elemente sowie 60 voreingestellte Layouts für den schnellen Start. In der Pro-Version sind weitere 26 Module dabei wie Menüs, Tabellen und Preislisten. Diese sind besonders dann gefragt, wenn du Social Media integrieren oder WooCommerce-Produkte anzeigen möchtest.

Page Builder – Fluch oder Segen für die WordPress-Welt?

Nie war es einfacher, selbst ohne großes Hintergrundwissen eine professionelle Website mit riesigem Funktionsumfang zu entwerfen. Doch WP-Freelancer Pascal Prohl ist zwiegespalten, was den Einsatz solcher Helferlein betrifft – in seinem Artikel über die Vor- und Nachteile von Page Buildern erfährst du, warum.

Erwähnenswert ist der hervorragende Theme-Builder: Damit bekommst du ein Gerüst, um ein dir ein eigenes Theme-Layout für die verschiedenen Post- und Seitentypen schnell zusammenzubauen – ohne Programmierkenntnisse, vollständig aus Elementor-Bauteilen. All die Layouts, die du in diesem WordPress Page Builder zusammenstellst, kannst du auf der gleichen Website oder auf anderen wiederverwenden.

Die kostenlose Version von Elementor ist über die offizielle WordPress-Plugin-Bibliothek installierbar. Die Pro-Version kostet für eine Website 49 USD. 

Vorteile von Elementor:

  • Bereits die kostenlose Version kommt mit vielen Vorlagen und Features.
  • Layouts lassen sich flexibel und präzise einstellen.
  • Schneller, flüssiger Bearbeitungsmodus samt Frontend-Bearbeitung in Echtzeit.
  • Viele hochwertige Elemente, die sich schnell einstellen und verwenden lassen.
  • Elementor-Nutzer werden zusätzlich von vielen Drittanbietern mit frischen Elementen und Vorlagen versorgt.
  • Die Deaktivierung hinterlässt keinen Shortcode-Müll.
  • Die Pro-Version kommt mit einem Pop-Up-Builder, einem visuellen Formular-Generator, Animationen und Spezialeffekten für ansprechenden Content.
  • Elementor unterstützt Übersetzungen mit Plugins wie WPML.
  • Entwicklerschnittstellen für eine umfassende Integration sind vorhanden.

Nachteile von Elementor:

  • Bei der Bearbeitung gibt es keine Ansicht ohne die Elementor-Bedienfelder.

2. Beaver Builder

Beaver-Builder-Page-Builder
Der Beaver Builder ist bei Entwicklern und Designern gleichermaßen beliebt.

Der Beaver Builder ist zuverlässig, einfach und erzeugt statt Shortcodes, klaren HTML- und CSS-Code. Im Vergleich zur Konkurrenz fokussiert sich der WordPress Page Builder stark auf Performance und Stabilität – statt auf unendlich vielen Features. Du erlebst gestalterische Ergebnisse wie bei der Konkurrenz, aber zuerst investierst du Zeit in die Einarbeitung und lernst auch ohne eine große Elemente-Bibliothek zurechtzukommen.

Wenn du dich mit der Benutzerführung anfreundest, entdeckst du im Beaver Builder ein mächtiges Tool, das zuverlässig funktioniert. Im Gegensatz zu den meisten WordPress Page Builder-Konkurrenten wird hier kein Shortcode generiert, sondern Layouts direkt über HTML und CSS eingestellt.

Ein resultierender Vorteil: Du kannst das Plugin deinstallieren und du behältst die Layouts trotzdem bei. Später kannst du sie auch ohne den Beaver Builder bearbeiten und mit verschiedenen Themes mühelos kombinieren. 

Der Beaver Builder ist als kostenlose Version erhältlich. Wenn du mehr Funktionen braucht, kannst du eine Lizenz für unbegrenzt viele Websites ab 99 USD kaufen.

Vorteile von Beaver Builder:

  • Kostenlose Version bietet wichtige Grundfeatures.
  • Hervorragende Frontend-Bearbeitung mit schnellem Umschalten zum Vorschaumodus in Echtzeit.
  • Erzeugt keine Shortcodes, sondern klaren HTML- und CSS-Code.
  • Auch nach der Deaktivierung des Plugins bleiben Änderungen erhalten.
  • Top-Performance.

Nachteile von Beaver Builder:

  • Vergleichsweise wenig Content-Bauelemente

3. Divi Builder

Divi-Page-Builder
Divi ist eines der beliebtesten Themes und WordPress Page Builder am Markt.

Der Divi Builder ist modern, benutzerfreundlich, kommt mit vielen Funktionen und circa 50 fertigen Elementen für die Website. Ähnlich wie bei den anderen WordPress Page Buildern gibt es hier eine Frontend- und Backend-Bearbeitung – wobei bei der Ersteren besonders die unmittelbare Textbearbeitung hervorsticht.

Wenn du als Administrator eingeloggt bist, kannst du eine Unterseite im Frontend öffnen und dort den Text wie in Word per Klick bearbeiten, ohne dass ein zusätzliches Fenster auftauchen muss. Da du die Elemente in einem Page Builder per Drag & Drop verschiebst – was manchmal zu ungenau funktioniert – bietet Divi den Wireframe-Modus an. Dieser Modus ist eine spezielle Ansicht, in der die Modul-Positionierung viel einfacher funktioniert.

Zu den Nachteilen in diesem WordPress Page Builder gehört die große CSS-Datei, die manuelle Anpassungen erschwert. Zudem wirst du im Bearbeitungsmodus merken, dass sich bei komplexen Layouts mit vielen Elementen die Bedienung verlangsamt.

Da Divi Builder wie die meisten anderen WordPress Page Builder auf Shortcodes setzt, verschwinden deine Layouts sobald du das Plugin deaktivierst. Erst nach der Wiederaktivierung kommen sie zurück. Dennoch ist Divi mit seiner soliden Ausstattung und einer gelungenen Benutzerführung einen Test wert. 

Da der Divi Builder von ElegantThemes stammt, bekommst du mit dem Kauf neben dem WordPress Page Builder auch Zugriff auf mehr als 110 Themes. Dafür zahlst du 89 USD pro Jahr oder 249 USD für lebenslangen Zugriff. 

Vorteile von Divi Builder:

  • Divi Builder kommt im Paket mit mehr als 110 Themes.
  • Wireframe-Modus

Nachteile von Divi Builder:

  • Große Divi CSS-Datei
  • Basiert auf Shortcodes

4. WPBakery Page Builder

WP-Bakery-Page-Builder
Mehr als 4.300.000 WP-Anwender nutzen den WPBakery Page Builder.

WPBakery gehört zu den Pionieren im Bereich der WordPress Page Builder. Der frühere Visual Composer wurde in WPBakery Page Builder umbenannt. Dieser neue WordPress Page Builder fokussiert sich auf die visuelle Bearbeitung von Inhalten wie Beiträgen oder Seiten.

Da WPBakery lange dabei ist, findest du sehr viele integrierte Layouts und Bausteine wie Boxen, Icons, Textblöcke und Diagramme, mit denen du deinen Content gestalten kannst. Außerdem bieten viele Drittanbieter zusätzlich Tausende nützliche Elemente für einen ausdrucksstarken Auftritt und über 250 Integrationen mit anderen wichtigen Plugins wie WooCommerce.

Der WordPress Page Builder soll mit jedem Theme zusammenarbeiten. Diese Kompatibilität hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass sämtliche Elemente über Shortcodes integriert werden. Solltest du das Plugin deaktivieren, bleiben in deinem Content Shortcodes zurück.

Die Oberfläche ist intuitiv, aber nicht mehr auf dem neuesten Stand, erfordert manuelles Speichern und ist deutlich langsamer als bei der Konkurrenz. Trotzdem könnten die Vorteile in diesem WordPress Page Builder je nach Anwendungszweck überwiegen.

Der WPBakery Page Builder kostet einmalig 45 USD für eine Domain oder 245 USD, wenn er in einem zum Weiterverkauf bestimmten Produkt genutzt werden soll.

Vorteile von WPBakery Page Builder:

  • Sehr viele Content-Elemente, auch von Drittanbietern verfügbar.
  • Integration mit mehr als bekannten 250 Plugins möglich.
  • Viele Designvorlagen

Nachteile von WPBakery Page Builder:

  • Langsame, teils überladene Oberfläche
  • Teile der Oberfläche sind nicht zeitgemäß, zum Beispiel muss die Bildgröße manuell eingetippt werden per „groß“, „thumbnail“ oder „klein“.
  • Keine automatische Speicherungsfunktion
Visual-Composer-Page-Builder
Der Visual Composer ist mittlerweile ein kompletter Site Builder.

Nachdem die Entwickler den WPBakery Page Builder auf den Markt gebracht haben, schien es das Ende des Visual Composers zu sein. In Wirklichkeit haben sie fleißig daran gearbeitet und daraus nicht nur einen WordPress Page Builder, sondern auch einen kompletten Site Builder entwickelt. Damit ist ein visueller Editor gemeint, mit dem du nicht nur den Inhalt ohne Programmierkenntnisse verändern kannst, sondern auch andere Layout-Bereiche der WordPress-Site wie Footer oder Header. 

Mit dem Visual Composer kannst du Inhalt und Layout direkt im Frontend bearbeiten und mit vielen einstellbaren Elementen arbeiten. Die Benutzeroberfläche ist modern, entweder als angedockt oder schwebend nutzbar und ermöglicht nach der Einarbeitung rasche Ergebnisse.

Außerdem erhältst du Zugriff auf das Visual Composer Hub mit 100 Content-Elemente und auf 100 Seitenlayouts, die du herunterladen und nutzen darfst. Bei der Konkurrenz unter den WordPress Page Buildern sind solche Elemente meist integriert und erfordern keinen zusätzlichen Download.

Der Visual Composer ist in einem Abomodell ab 59 USD pro Jahr zu haben. Ab dem zweiten Jahr gibt es 40 Prozent Rabatt.

Vorteile von Visual Composer:

  • Text und Layout sind direkt auf der Seite bearbeitbar.
  • Attraktive Layouts lassen sich bereits nach kurzer Einarbeitung zaubern.
  • Visual Composer Hub mit vielen Erweiterungen
  • 3-in-1-Lösung: Backend-, Frontend- und Baumansicht-Editor
  • Entwickler-Schnittstelle
  • Elemente lassen sich verbergen und später wieder anzeigen.
  • Unterstützt CSS- und JavaScript-Bearbeitung.

Nachteile von Visual Composer:

  • Die Funktionen Rückgängig und Wiederherstellen funktionieren nicht korrekt.
  • Teile der Oberfläche sind veraltet, zum Beispiel muss die Bildgröße als Wort eingegeben werden.

Mein Tipp: Einen ausführlichen Vergleich zwischen dem WPBakery Page Builder und dem Visual Composer findest du hier.

5. Brizy

Brizy-Page-Builder
Brizy punktet mit einer modernen Benutzeroberfläche.

Brizy ist ein recht neuer WordPress Page Builder. Die Entwickler setzen auf eine moderne Oberfläche und besonders viele hochwertigen Designs und Vorlagen. Du kannst deine Seiten direkt im Frontend bearbeiten ohne komplizierte Menüs. Klick den Text an, und verändere ihn wie in Word. Ähnlich einfach legst du neue Seitenelemente an und erstellst Spaltenlayouts im Handumdrehen. Der WordPress Page Builder arbeitet außerordentlich flüssig und zuverlässig. 

Wenn du nicht nur den Inhalt deiner Beiträge und Seiten gestalten willst, brauchst du Brizy Pro. Damit ist ähnlich wie beim Visual Composer auch die Bearbeitung von anderen Bereichen wie Footer oder Header in wenigen Klicks geschafft. Wenn eine Gruppe an deiner Seite arbeitet, bietet sich das Rollenmanagement an. Hier bestimmst du, wer, was bearbeiten darf. Der WordPress Page Builder arbeitet erfreulicherweise ohne Shortcodes und bietet dir so mehr Unabhängigkeit: Nach der Deaktivierung bleiben dir Codewüsten erspart.

Ein interessantes Feature sind die Global Blocks. Damit sind Elemente gemeint, die du zentral einstellst und diese dann über die Cloud auch für deine anderen Websites bereitstellen kannst. Du könntest in einem Global Block ein Event ankündigen und diese Ankündigung wird dann automatisch auch auf deinen anderen Seiten sichtbar, die jenen Global Block enthalten. Ein weiterer Pluspunkt für Brizy ist das automatische Speichern, was besser funktioniert als bei WordPress Page Builder-Konkurrenten. 

Brizy ist als funktionell eingeschränkte kostenlose Version verfügbar oder als Pro-Version zu haben. Die Pro-Version ist ab 49 USD käuflich. Wer ohne WordPress arbeiten und Brizy nicht als Plugin nutzen will, kann auch den Brizy Cloud-Dienst nutzen.

Vorteile von Brizy:

  • Herrlich einfache und flüssige Bearbeitung in Echtzeit, direkt im Frontend.
  • Mehr als 150 fertige Content-Blocks
  • Viele professionelle Layouts für zahlreiche Anwendungsszenarien.
  • Schnelle Erstellung von Spaltenlayouts
  • Erweiterte Nutzeradministration mit Rollenvergabe
  • Brizy Pro kann auch Footer und Header bearbeiten.
  • Global Blocks für websiteübergreifende Contentverteilung
  • Schnelle automatische Speicherungsfunktion
  • Brizy wird schnell mit Updates versorgt.

Nachteile von Brizy:

  • Grundlegende Features sind ausbaufähig.

6. Oxygen

Oxygen-Page-Builder
Oxygen ist auch für Entwickler ein flexibler WordPress Page Builder.

Die Macher von WP All Import haben mit Oxygen einen ebenso attraktiven und leistungsstarken WordPress Page Builder wie Brizy auf den Markt gebracht. Er arbeitet anders als ähnliche WordPress Page Builder. Oxygen verbindet sich als Plugin mit WordPress und erzeugt ein separates Sandbox-Modul, ersetzt die WordPress-Oberfläche und lässt dort die gesamte Gestaltung stattfinden.

Oxygen ist im Wettstreit um die Vorherrschaft der WordPress Page Builder schon länger mit dabei. Der Editor ist ausgereift und kommt mit einer flüssigen und intuitiven Benutzeroberfläche. Ähnlich wie bei Brizy bekommst du hier eine sehr große Auswahl an hochwertigen Designs und Vorlagen, die du für deine Seite nutzen kannst.

Der Page Builder ist zwar auch für Nicht-Programmierer geeignet, aber seine große Stärke besteht in der Unterstützung von PHP, JavaScript, CSS und natürlich HTML. Coder werden sich über diese wichtige Flexibilität freuen. Leider erzeugt Oxygen Shortcodes, der im Falle der Deaktivierung von Oxygen als Müllcode sichtbar bleiben.

Oxygen ist zwar kostenpflichtig, aber die Entwickler bieten ein attraktives Preismodell an: Einmalig 99 USD bezahlen und Oxygen mit Lifetime-Updates für unendlich viele Projekte nutzen.

Vorteile von Oxygen:

  • Intuitive Benutzeroberfläche.
  • Komplexe Layouts lassen sich sehr schnell zusammenstellen.
  • Viele Content-Elemente und Vorlagen.
  • Unterstützung von PHP und JavaScript lässt keine Entwickler-Wünsche offen.
  • Kundenfreundliche Preisgestaltung.

Nachteile von Oxygen:

  • Shortcodes werden erzeugt.
  • Fokus liegt auf Entwicklern, was je nach Standpunkt auch ein Vorteil sein kann.

7. MotoPress Content Editor

Motopress-Page-Builder
MotoPress Content Editor ist ein vergleichsweise günstiger WordPress Page Builder.

Der MotoPress Content Editor ist ein günstiger, mehrsprachiger WordPress Page Builder, der mit dem WordPress-Editor verschmilzt und eine sehr komfortable Frontend-Bearbeitung in Echtzeit bietet. Er funktioniert mit allen Themes und eignet sich für die Anpassung von Seiten, Beiträgen und anderen benutzerdefinierten Inhalten.

Dabei sind verschiedene fertige Designvorlagen und Elemente. Wer mehr braucht, kann sich weitere Layouts und Blocks zukaufen. Entwickler können ein zusätzliches White Label Plugin kaufen, um das Editor-Branding anzupassen und Kunden einen professionellen, einheitlichen Look zu bieten.

MotoPress Content Editor ist ab 29 USD pro Jahr erhältlich. Eine Developer-Lizenz für unbegrenzt viele Websites kostet 139 USD. Wer gleich die verfügbaren Add-ons mitbestellen will, sollte sich für eines der Bundle ab 69 USD entscheiden. 

Vorteile von MotoPress Content Editor:

  • Benutzerfreundliche Frontend-Bearbeitung.
  • Günstige Premium-Version (29 USD).
  • WooCommerce-Support standardmäßig enthalten.
  • Unterstützt WPML.

Nachteile von MotoPress Content Editor:

  • Vergleichsweise wenige vorgefertigte Elemente vorhanden.

8. Gutenberg

Gutenberg-Page-Builder
Seit WordPress 5.0 ist Gutenberg der neue Standardeditor von WordPress.

Nachdem die ersten Page Builder auf dem Markt waren, haben die WordPress-Entwicker begonnen, eine eigene Variante namens Gutenberg zu entwickeln. Seit WordPress 5.0 ist er standardmäßig im CMS integriert. Du kannst damit die Inhalte deiner Posts und Seiten im Backend bearbeiten und nutzt dafür verschiedene bereitgestellte Elemente. Eine Bearbeitung des kompletten Seiten-Layouts ist mit diesem Page Builder derzeit noch nicht möglich, aber geplant.

Wie entwickelt sich Gutenberg?

Wird Gutenberg die WordPress Page Builder auf lange Sicht ersetzen? Und wie sieht die weitere Entwicklung von Gutenberg aus? Das und mehr erfährst du in unserem Artikel Gutenberg vs. WordPress Page Builder.

Die aktuellen Grundfunktionen von Gutenberg ähneln derzeit WPBakery Page Builder: Inhalte schnell per Drag & Drop zusammenbauen, veröffentlichen und fertig. Gutenberg richtet sich vor allem an durchschnittliche WordPress-Nutzer, die ihre Inhalte schnell umgestalten wollen. Profis werden aber von einem WordPress Page Builder mehr Funktionen erwarten wie die Livebearbeitung im Frontend, benutzerdefinierte Layouts, eine große Elementauswahl und fortschrittliche Gestaltung samt dem Einsatz von PHP und JavaScript.

Da Gutenberg von den WordPress-Machern stammt, stellt sich die Frage, ob er die anderen Page Builder irgendwann ablösen wird. Eher kommt es zu einer stärkeren Integration. Ein Beispiel, wie das funktionieren kann, zeigt bereits Elementor. Das Plugin Elementor Blocks for Gutenberg integriert Vorlagen in den Gutenberg-Editor.

Einen ähnlichen Weg geht WPBakery Page Builder: Dort lassen sich Gutenberg-Blocks zusammen mit anderen Elementen nutzen. Es geht eher in Richtung Fusion denn Konkurrenz. Das ist gut für dich als Nutzer: Du kannst die Vorteile beider WordPress Page Builder gleichzeitig nutzen.

Da Gutenberg kostenlos und in den aktuellen WordPress-Versionen dabei ist, brauchst du den WordPress Page Builder nicht extra herunterzuladen und zu installieren. Zusätzliche Elemente von Drittanbietern sind als Plugins in der WordPress-Bibliothek vorhanden. Dazu zählen Gutenberg Blocks und Stackable.

Vorteile von Gutenberg:

  • Zusatzinstallation nicht nötig.
  • Einfache Oberfläche.
  • Gut für einfache Gestaltung von Inhalten.

Nachteile von Gutenberg:

  • Kein Frontend-Modus.
  • Andere WordPress Page Builder bieten mehr Möglichkeiten.

Fazit

Die genannten WordPress Page Builder zählen zu den besten Lösungen, die du für eine schnelle, aber solide Gestaltung brauchst. Neben den Features zählt auch das Nutzerlebnis, weshalb es sich lohnt, die einzelnen Page Builder selbst auszuprobieren und erst dann einen Entschluss zu fassen.

Möchtest du dich noch weiter mit der Zukunft und Entwicklung von WordPress Page Buildern befassen, schau dir gerne diese externen Beiträge an:

Welche Fragen an Torben zu WordPress Page Buildern hast du?

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Kommentare zu diesem Artikel

W
Wolfgang

Ich finde, hier fehlt eindeutig der Themify Pagebuilder aber ansonsten, danke für die Übersicht!

W
Wolfgang

Divi hat einen eindeutigen Vorteil: Die Lifetime-Lizenz.

FM
FM

Ich nutze den Thrive Theme Builder, finde ihn großartig und wundere mich, dass er hier nicht erwähnt wird. Er würde die Übersicht prima abrunden.

Torben Simon Meier
Torben Simon Meier

Hi. Dann werden wir das sehr gerne Nachtragen sobald der Artikel aktualisiert wird. Danke dir!

Sebastian Schlöndorf
Sebastian Schlöndorf

Besten Dank für interessante Zusammenstellung, mir fehlt noch der Yootheme Page Builder bzw. deren Themes.

Marco
Marco

Ich vermisse den Thrive Architect. Der hat eine rechte hohe Verbreitung.

Leefke Krönke
Leefke Krönke

Danke dir für den Hinweis, Marco. Wir werden dem Artikel bald aktualisieren und den Thrive Architect dann hinzufügen. 🙂
Viele Grüße,
Leefke

Oliver Karner
Oliver Karner

Ich halte von den ganzen PageBuildern, auch von Gutenberg, wenig.
Klar, nette Sache für alle Laien, Amateure und Halbgar Agenturen die zwar nicht Coden, aber mit der Maus a bissi Klicki machen können.
Was gleich mehrere Probleme aufwirft: 1. Immer mehr Agenturen minderer Qualität schwemmen den Markt, weil man ja halt a bissi Klicki machen kann. Ich erlebe das oft wenn ich Kundenseiten an andere übergebe (Ich baue meist nur Präsenzen auf, wenn da alles läuft und Umsatz kommt, gebe ich sie oft an andere Agenturen die näher am Kunden sind ab. Die sind dann teilweise schon total überfordert wenn es mal darum geht wo per HTML oder CSS etwas einzufügen/anzupassen, präsentieren sich aber in sozialen Netzwerken als ob sie die Leonardos der Webdesigner und des Marketings wären, das schadet langfristig dem Markt.
2. Der Fokus driftet inzwischen total ab, die Seiten mit tollen Bling Bling, Effekten, da rein – dort rausscrollenden Elementen, Wackel Wackel da und Zoom Zoom hier… aber das wichtigste für einen Verkauf geht dabei total unter: DIE INFORMATION.
Ich kann dabei sagen, die Probe aufs Exempel haben wir gemacht, 3 Onlineshops im A/B Test, die meisten Umsätze machen die, die auf das ganze “Auge frisst mit” verzichten und sich rein auf die Kundeninformation, das Produkt konzentrieren, statt darauf dem Besitzer oder einem Kunden zu “gefallen”. Hier fällt uns langsam aufs Dach das wir mit dem “Blenden” um davon abzulenken das wir großteils keinen Bedarf, keine Lösung oder ein wirkliches Produkt haben und das mit optischen Spielereien ausgleichen um so einen “emotionalen Bedarf” selbst schaffen.
Inzwischen ist es schon ein Qualitätsmerkmal: Je toller eine Seite aussieht, je mehr Bling Bling dich da erwartet, um so mehr Hirnwixx der als “Produkt” verkauft wird, ist drinnen. Und das merken auch die Kunden selbst, so blöd sind sie ja nicht, was dazu führt das dann noch unmengen an Summen in SEA gebuttert wird.
Ich bin da vlt. Oldschool mit meinen Jahrzehnten Netz, aber ich halt mich lieber an “Keep it simple, keep it dirty”, das bringt langfristig und nachhaltigen Erfolg, ganz ohne Oberflächlichkeiten zu bedienen oder dem Kunden mit irgendwelchen Effekten zu überrumpeln. Klar eine Seite sollte nicht aussehen als ob n dreijähriger Muttis Schminkkasten geplündert hat, aber das schafft man in der Regel ohne jeglichen PageBuilder.
In der Hinsicht ist mir Gutenberg sogar der liebste, er liefert die Basics, den Rest musst du halt selbst anlegen, Klassen definieren, CSS dafür schreiben.
Schlussendlich wär dann da der Punkt Performance, der ganze Datenmüll muss schlussendlich auch verarbeitet werden, vom Server, vom Provider bis zum PC des Kunden quält sich dann alles eine Seite aufzubauen die nur noch aus 70% Optischen Spielereien besteht und nur noch 30% das wirklich relevante, das Produkt enthält (was das für den Klimaschutz bedeutet erwähne ich mal lieber erst gar nicht).
Mir ist das ja im Endeffekt eh egal, soll jeder machen was er für richtig hält, wer sich das Leben lieber selbst gern schwer macht, dem sei es gestattet es auch zu tun, nur sollten wir uns mal überlegen warum wir einfach auf keinen grünen Zweig kommen mit der Digitalisierung in so einem Umfeld und so einer Denkweise. Und wer gern den Aufwand pflegt, der soll halt, muss jeder selbst seinen Kunden erklären warum er ständig n relaunch seiner Seite braucht weil der Builder auf dem man gesetzt hat plötzlich nimmer weiter entwickelt wird, sich gravierend ändert oder sonstiges. Ich für meinen Teil bin froh das ich inzwischen dem ganzen Gedöns den Rücken gekehrt habe, mit Gutenberg enthält WordPress eh alles was man für den perfekten Mix an ansprechenden, aber vor allem Informativen Content benötigt.

Torben Simon Meier
Torben Simon Meier

Hi Oliver, kann deine Meinung grundsätzlich nachvollziehen. Das mithilfe von Page Buildern und Gutenberg auch weniger versierte Personen damit Webseiten erstellen könnten ist richtig. Ich persönlich halte auch nicht viel von zu viel “Spielerei” oder aber ressourcenlastiger Dimensionierung einzelner Funktionen der Builder. Auf der anderen Seite begrüße ich die Möglichkeit ganz ohne Vorkenntnisse auch mithilfe von Gutenberg persönliche Seiten wie Blogs, CVs oder Nischenseiten erstellen zu können. Ich halte die Marktreichweite von WordPress mit über 60% weltweit dahingehend sehr interessant und bin gespannt darauf welche Möglichkeiten uns Block-Systeme noch in Zukunft bieten werden. VG Torben

Matthias
Matthias

Hallo,
danke für den guten Artikel. Ich fände es super, wenn die Preise für die einzelnen Builder miteinbezogen (Vor- und Nachteil) werden würden. Eine Vergleichstabelle am Ende wäre auch spitze.
Was mir auch aufgefallen ist: Auch wir verwenden zwei bekannte Builder, die nicht angeführt wurden – Thrive Architect und ThemeCo Cornerstone.
Beides sind große Nummern und sollten in dem Artikel nicht fehlen.
LG Matthias

Leefke Krönke
Leefke Krönke

Vielen Dank für deinen Input, Matthias! Dein Feedback werden wir beim nächsten Update des Beitrags berücksichtigen. VG aus Münster 🙂
Leefke

N
Niklas Buschner

Sehr spannender Beitrag. Ich würde noch den UX Builder ergänzen, der Teil des Themes Flatsome ist. Nach fast 10
Jahren Erfahrung mit dem WordPress CMS empfinde ich den UX Builder als sehr agile und ressourceneffiziente Lösung zum Aufbau von Projekten. Habt ihr damit auch Erfahrungen machen können?

Leefke Krönke
Leefke Krönke

Hallo Niklas, danke dir für deinen Input. Mit dem Flatsome UX Builder haben wir tatsächlich noch keine Erfahrung gemacht, aber wir schauen uns den Builder mal genauer an und nehmen ihn dann ggf. in die Liste mit auf. VG aus Münster 🙂
Leefke

I
Inga

Hallo Torben,
danke Dir für den schönen Artikel. Eine Frage: Ich verstehe nicht so ganz, warum Gutenberg als Page-Builder mit aufgeführt ist. Für mich ist Gutenberg der Editor für die Inhalte. Also die Inhalte von Beiträgen und Seiten. Das Layout einer kompletten Page so wie bei den anderen Page-Buildern kann ich doch gar nicht damit bearbeiten. Oder etwas doch? Ich find’s manchmal schade, dass die Page Builder die Blöcke von Gutenberg teils nicht berücksichtigt haben. Fällt mir immer wieder bei der Gutenberg-Galerie auf, die nicht richtig angezeigt wird, da das CSS fehlt und Galerie-Bilder untereinander als Liste oder links eingerückt angezeigt werden 🙂 Was ich aber toll finde ist die Tatsache, dass hier nicht so über den Gutenberg geschimpft wird wie an manch anderen Orten.
LG 🙂
Inga

Leefke Krönke
Leefke Krönke

Hallo Inga,
danke dir für deinen Input. Aktuell ist es zwar noch nicht möglich, mit Gutenberg die komplette Seite zu bearbeiten, allerdings ist dies für Phase 2 und 3 des Gutenberg-Projekts angedacht: “Longer term, we will expand the current Gutenberg post and page editor to become a full-fledged site editor, bringing everything together into a unified, modern product experience.” (Quelle: https://make.wordpress.org/core/2018/12/08/gutenberg-phase-2/). Es bleibt also spannend, wie sich das ganze noch entwickeln wird! 😊
VG aus Münster
Leefke

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