3 nachhaltige Erfolgsstrategien für deinen Onlineshop – ohne Werbeanzeigen oder Tracking

Moritz Kopp
12 Min.
marketing strategies in accordance with gdpr and ios14

E-Commerce war noch nie leicht: Neben einem sattelfesten Konzept und einer guten Idee braucht es vor allem viel Ausdauer und Übersicht für den gewünschten Erfolg eines Onlineshops. Auf welches System soll ich setzen: Shopify oder WooCommerce? Wie will ich vorgehen: Dropshipping oder eigenes Lager? Es gibt Fragen über Fragen zu Beginn jedes E-Commerce Abenteuers. Die kniffligste Baustelle bleibt aber noch immer das Marketing: Wie bekomme ich Menschen auf meinen Shop, die tatsächlich kaufen?

Vor wenigen Jahren war diese Frage noch wesentlich leichter zu beantworten: klassisches Social Media Advertising. Und während Werbeanzeigen auf Facebook, Instagram und Co. keinesfalls ausgestorben sind, so ist es heute doch umso schwerer. Das liegt vor allem an den Datenschutzmaßnahmen. Besonders in den letzten Jahren haben diese die E-Commerce Industrie stark beeinflusst. Erst kam die europaweite DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) und dann, 2021, führte Apple mit iOS 14 das App Tracking Transparency Framework ein.

Daten zu sammeln und profitable Ads aufzubauen, ist somit zu einem extremen Kraftakt geworden, der massives technisches Knowhow und große Budgets erfordert. Was bedeutet dies für den E-Commerce: Lohnt es sich überhaupt noch, einen Onlineshop zu starten? Kann man auch mit durchschnittlicher Erfahrung und kleinerem Geldbeutel noch Erfolg haben? Auf jeden Fall!

In diesem Beitrag stelle ich dir 3 wirksame Strategien vor, die dir dabei helfen, hochwertigen Traffic und Käufer:innen zu generieren – und dabei immer DSGVO-konform zu bleiben!

Klassisches E-Commerce: Facebook Ads und Pixel

Bevor wir tief in die Strategien einsteigen, schauen wir uns im Schnelldurchlauf an, was sich durch DSGVO und iOS 14 eigentlich konkret geändert hat.

In vereinfachter Form sah der Werdegang eines (Dropshipping-)Onlineshops früher in der Regel so oder so ähnlich aus: Man überlegt sich ein Konzept, entwickelt ein Produkt, baut den Shop und beginnt, Werbeanzeigen zu schalten. Die meisten Shop Besitzer:innen hielten sich hierbei vor allem an Facebook Ads, da es die am besten entwickelte Werbeplattform ist mit zahlreichen aktiven Nutzer:innen. Um mit Facebook Werbung erfolgreich zu sein, nutzt man auch den Facebook Pixel. Dies ist ein kleiner Code Schnipsel, der im Shop eingebunden wird und Handlungen der Nutzer:innen trackt und sammelt.

Der Pixel füllt sich dann nach und nach mit Daten zur potenziellen Kundschaft. Wer hat die Seite besucht? Wer hat sich ein Produkt angesehen? Wer hat ein Produkt in den Warenkorb gelegt? Wer hat das Produkt gekauft? Je mehr Daten Facebook zu diesen sogenannten „Events“ hatte, desto genauer und profitabler wurden die Werbeanzeigen. Dieses Prinzip wird heute immer noch angewendet. Wir sehen also, dass Daten in diesem Bereich absoluter Trumpf sind. Je mehr Daten, desto mehr Ad-Erfolg und folglich auch Umsatz.

App Tracking Transparency Framework + DSGVO = Datenverlust

Das Problem ist, dass es durch gravierende Datenschutzverschärfungen zunehmend schwieriger wird, an diese so wertvollen und essentiellen Daten zu kommen. Die Maßnahmen, die den Datenschutz für Endverbraucher:innen erhöhen sollen, erschweren es jedem im E-Commerce, ausreichende Datenmengen zu sammeln, um profitable Ads schalten zu können.

Zwei der maßgeblichsten Einschränkungen sind aus dieser Sicht Apples App Tracking Transparency Framework sowie die DSGVO.

> App Tracking Transparency Framework

Dieses Framework wurde von Apple 2021 gleichzeitig mit iOS 14 eingeführt. Es ermöglicht Nutzer:innen, bei der Nutzung von Social Media Plattformen auszuwählen, ob personenbezogene Daten gesammelt werden dürfen oder nicht.

Ähnlich wie beim Cookie Banner auf Websites können Social-Media-Besucher:innen hier also mittels eines einfachen Klicks entscheiden. Aus Sicht von Werbetreibenden ist das problematisch: Es willigen zwar viele Menschen in das Cookie Tracking ein, aber selbst ein geringerer Datenverlust kann bereits teuerere Werbeanzeigen bedeuten.

Wie viele Menschen letztlich einwilligen, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehört die Art und Weise, wie der Cookie-Banner auf der Website eingebunden ist, die farbliche Gestaltung und andere Faktoren.

Ein Datenverlust entsteht —> die Werbeanzeigen werden teurer —> der Gewinn sinkt.

> DSGVO

Die Datenschutzgrundverordnung wurde erstmals 2016 vorgestellt. Ab 25. Mai 2018 trat sie in Kraft. Mit ihr kamen europaweit zahlreiche neue Vorschriften für Onlinehändler:innen und Website Besitzer:innen bezüglich des Datenschutzes.

Der zuvor genannte Cookie Banner wurde durch die DSGVO zur Pflicht und ist der wohl wichtigste Punkt für Werbetreibende. Das bedeutet, dass Nutzer:innen auf einer Website oder einem Onlineshop klar einwilligen müssen, dass Daten gesammelt werden dürfen. Wie bei Apples Transparency Framework lehnen auch hier einige Website Besucher:innen das Tracking ab.

Dies sind die wesentlichen Einschränkungen, die durch Apple und DSGVO eingetreten sind. Es gibt darüber hinaus noch viele andere interessante Punkte und technische Möglichkeiten, wie der Datenverlust zumindest etwas abgefedert werden kann. In diesem Beitrag kannst du alles darüber nachlesen, um deinen Shop auch aus technischer Sicht fit für DSGVO und Apple zu machen.

3 langfristige Marketingstrategien für deinen Onlineshop

Hier wollen wir uns nun drei nachhaltigen Marketingstrategien widmen, mit denen du auch ohne traditionelles Social Media Advertisement zum ersehnten Erfolg deines Shops kommst.

Strategie 1: Social Media

Es mag sich nicht nach einer Offenbarung anhören, für dein Unternehmen Social Media Präsenzen einzurichten. Tatsache ist jedoch, dass trotz der unglaublichen Reichweite und vielfältigen Möglichkeiten, die Pinterest, Instagram und Co. bieten, viele Shop Besitzer:innen immer noch einzig und allein auf Paid Ads setzen, statt sich an organischem Content zu versuchen.

Der Grund ist hierfür meistens fehlende Geduld. Eine große Seite aufzubauen, ist ein langfristiges Unterfangen, das viel Geduld und Planung erfordert. Es lohnt sich aber später umso mehr, denn dann darfst du dich für deinen Shop auf nachhaltigen, organischen Traffic freuen.

Außerdem kannst du mit deiner Social Media Page meist direkt die Menschen adressieren, die an deinem Produkt interessiert sind. Der Traffic hat dementsprechend auch eine gute Qualität und hohe Wahrscheinlichkeit, in Sales zu konvertieren.

Nun will ich dir zwei der wichtigsten Plattformen vorstellen und welche Do’s und Don’ts es dort gibt.

> Instagram

Instagram ist noch immer eine der Top-Plattformen und erfreut sich großer Beliebtheit. Über 8 Millionen Menschen in Deutschland nutzen Instagram jeden Monat. Für Shops gibt es zudem zahlreiche Möglichkeiten, sich zu präsentieren und die eigenen Produkte in Szene zu setzen.

Value Content

Der häufigste Fehler, den Shop Besitzer:innen auf Instagram machen, ist das reine Posten von Produktfotos. Selbst wenn du ein sehr schönes Produkt hast, bringt es deiner Zielgruppe keinen großen Nutzen, ständig mit Werbung belagert zu werden.

Stattdessen solltest du dich mit deinen Postings auf Mehrwert fokussieren. Wie sieht eine typische Kundin oder ein typischer Kunde von dir aus? Welches Verhalten fällt dir auf? Welche Wünsche und Sorgen hat deine Zielgruppe? Wenn du genau weißt, wie deine Kund:innen ticken, kannst du maßgeschneiderten Content erstellen, der Fragen auf diese Antworten liefert.

Ein Beispiel: Du hast einen Shop, mit dem du Nahrungsergänzungsmittel verkaufst. Statt also auf Instagram nur Produkte zu posten, kannst du Value Content kreieren. Das können Ernährungstipps, Wissen über den Körper, verschiedene Diätformen oder Ähnliches sein.

Je mehr verschiedene Herangehensweisen du am Anfang probierst, desto besser. So wird sich früher oder später herauskristallisieren, welches Format bei deiner Zielgruppe am beliebtesten ist.

Am Puls der Zeit bleiben – aktuell: Reels

Es ist immer wichtig, neueste Trends und Entwicklungen auf Instagram zu verfolgen. Wenn die Plattform eine neue Funktion einführt, ergibt es oft Sinn, diese auszuprobieren. Das liegt daran, dass neue Funktionen am Anfang stärker sind, da Instagram sie bei so vielen Nutzer:innen wie möglich bekannt machen will.

Ein prominentes Beispiel dafür sind Instagram Reels. Die neue Videosektion im Stil von TikTok verspricht seit Mitte 2020 enorme organische Reichweite. Der Vorteil: Du brauchst keine zig Tausende Follower, um dort erfolgreich zu sein. Wichtig ist nur, dass du einzigartigen Content machst, der die Menschen anspricht und fesselt. Dann ist es selbst für komplett neue Profile möglich, schnell zu wachsen und eine große Reichweite zu generieren.

Beispiel: Die nachhaltige Modemarke Armed Angels zeigt in ihren Reels verschiedene Wege, Nachhaltigkeit in den Alltag zu integrieren. Hier beispielsweise “5 ways to eco-friendly living“.

3 nachhaltige Erfolgsstrategien für deinen Onlineshop – ohne Werbeanzeigen oder Tracking

Instagram Shopping

Für Besitzer:innen eines Shops ist Instagram Shopping natürlich die wohl interessanteste Funktion. Damit kannst du direkt auf deiner Instagram Seite einen kleinen Shop anlegen und deine Produkte samt Preisen und Beschreibung anzeigen.

Deine Follower:innen und Besucher:innen können über deinen Instagram Shop auf deinen tatsächlichen Shop kommen und dort etwas kaufen. Wenn du Shopify oder WooCommerce für deinen Shop nutzt, kannst du die Produkte ganz einfach synchronisieren.

Über den Facebook Merchant Center kannst du den Shop auf Instagram sogar weiter personalisieren und Schriftarten, Farben und Sektionen nach deinen Wünschen anpassen.

So kannst du deinem Publikum direkt auf Instagram eine perfekte Gelegenheit bieten, sich mit deiner Marke und deinen Produkten vertraut zu machen – und gegebenenfalls zum Kauf zu bewegen.

> Pinterest

Suchmaschine vs Social Media

Pinterest ist für jeden, der im E-Commerce tätig ist, eine der spannendsten Plattformen. Pinterest ist ein sehr visueller, kreativer Ort, der auf Bildern und Videos basiert. Anders als bei Instagram, das ebenfalls aus Bildern und Videos besteht, liegt der Fokus bei Pinterest auf Fotografie und Kunst.

Ein wichtiger Punkt ist weiterhin die Definition von Pinterest. Es ist nämlich viel mehr eine Suchmaschine als ein soziales Netzwerk. Nutzer:innen verwenden die Plattform zum Suchen nach Bildern, Fotos und Videos.

Für Creator bedeutet das, wie auch bei Google SEO-Optimierung zu betreiben, Keywords zu recherchieren und Trust zu sammeln, um Reichweite zu bekommen.

Bei Instagram haben Postings eine extrem niedrige Halbwertszeit und sind meist nach wenigen Tagen nicht mehr relevant. Bei Pinterest ist aufgrund des Suchmaschinenverhaltens genau das Gegenteil der Fall. Der Vorteil von Pinterest ist, dass ein Posting (Pin) selbst Monate nachdem du ihn hochgeladen hast, noch Reichweite bekommt und Nutzer:innen angezeigt wird.

Spannende Zielgruppen

Pinterest hat den Ruf, vor allem bei Nutzerinnen mittleren Alters beliebt zu sein. Während das zum Teil noch zutrifft, entwickeln sich auch zahlreiche andere Nischen und Zielgruppen.

Während Corona hat die Plattform ein drastisches Wachstum verzeichnet. Die Nutzerzahlen stiegen von 416 Millionen auf 454 Millionen in einem Jahr, was einem Plus von 9 Prozent entspricht.

Dementsprechend diversifiziert ist inzwischen auch die Pinterest Zielgruppe. Egal ob du also Frauen oder Männer ansprichst, in der Fashion- oder Supplement-Branche tätig bist, Pinterest ist eine Plattform, die du dir für deinen Shop ansehen solltest.

Mit einzigartigem Value Content kannst du auch hier große Erfolge zielen und Menschen auf deinen Shop ziehen.

Rich Pins

Ein großer Vorzug von Pinterest ist, dass du jeden Pin mit einem Link versehen kannst. Nutzer:innen können also direkt von einem Pin zu deinem Shop gelangen. Mit Rich Pins hast du sogar die Möglichkeit, noch mehr Produktinfos anzuzeigen, etwa den Preis und die Beschreibung.

Social Media – Zwischenfazit

Instagram und Pinterest sind ideale Möglichkeiten, um deinem Shop in den sozialen Netzwerken (bzw. Suchmaschinen) ein Gesicht zu verleihen. Du hast dort die Möglichkeit, vollkommen ohne Datenschutzbedenken eine Followerschaft aufzubauen und Traffic für deinen Shop zu generieren.

Strategie 2: Suchmaschinenoptimierung (SEO)

SEO ist für viele Shop Besitzer:innen ein Buch mit sieben Siegeln. Doch sich nicht daran zu wagen, ist ein viel größeres Risiko, als es zu versuchen. Denn wenn du mit SEO Erfolg hast, hast du den Jackpot geknackt. Langfristiger, hochwertiger Traffic, Beständigkeit und Chancen auf hohe Conversion Rates werden durch einen SEO-optimierten Shop möglich.

In der Tat bedarf es dazu aber einiges an Wissen und Ausdauer. So vielversprechend SEO ist, so komplex ist auch der Weg zum Erfolg. Hier will ich die wichtigsten Punkte darlegen, damit auch du deinen Shop SEO-tauglich machen kannst.

> On-Page SEO

Maßnahmen „On-Page“, also überall auf der sichtbaren Seite, sind in der Regel der erste Schritt im SEO-Prozess. Dazu gehört zum einen die Erstellung von SEO-Content. In erster Linie gehören hierzu Texte.

Hast du zum Beispiel einen Möbelshop mit vielen Produkten und Kategorien, könntest du Produkt- oder Kategorie-Guides schreiben. Dort könntest du über Farben, Materialien, Stile und viele weitere Möbelaspekte schreiben und Nutzer:innen einen echten Mehrwert bieten. Bei SEO ist es natürlich essentiell, die richtigen Keywords zu nutzen.

Mit verschiedenen Tools wie Sistrix, Ahrefs oder Ubersuggest kannst du Keywords hinsichtlich ihres Wettbewerbs und Suchvolumens recherchieren. Am Anfang ist es empfehlenswert, sich auf kleine Keywords zu fokussieren, die zwar wenig Suchvolumen haben, aber auch eine geringe Konkurrenz.

Zu Beginn deiner SEO-Reise hat dein Shop nämlich – wie jeder andere – noch keinen Trust bei Google. Es ist deshalb so gut wie unmöglich, für sehr allgemeine und umkämpfte Keywords in den Suchergebnissen gut zu ranken.

Ein Beispiel anhand des Möbelshops:

  • empfehlenswertes Long-Tail Keyword: eichenmöbel wohnzimmer pflege
  • stark umkämpftes Keyword: möbel wohnzimmer

Zur On-Page Optimierung gehört darüber hinaus auch das Verbessern der Nutzererfahrung. Für Google ist dies ein unheimlich wichtiger Faktor. Google will immer, dass die Suchintention zur Seite passt, zu der Google Suchende kommen. Gemessen wird dies unter anderem an der Absprungrate und der Sitzungsdauer auf deinem Shop.

Mit übersichtlichen Seiten, klarem Design und dem Bereitstellen aller wichtigen Informationen kannst du diese Werte auf dem bestmöglichen Niveau halten.

Ein weiterer On-Page Aspekt sind Bilder, Videos und sämtliche andere Medien. Diese sollten immer richtig formatiert, dimensioniert und komprimiert sein. So nehmen sie nicht unnötig viel Speicher ein und ermöglichen weiterhin eine schnelle Website.

> Linkbuilding

Der wohl wichtigste Faktor für SEO ist das Linkbuilding. Du kannst die besten Texte haben mit den am akribischsten recherchierten Keywords, wenn du keinen Trust hast, wirst du es richtig hart haben.

Doch was ist dieser „Trust“ eigentlich? Trust, auf Deutsch Vertrauen, bedeutet schlichtweg, dass deine Domain bei Google ein gutes Ansehen hat. Ein Wert, der dir zeigt, wie angesehen dein Shop bei der Suchmaschine ist, ist die sogenannte „Domain Authority (DA)“. Du kannst sie bei einer Vielzahl von Websites ganz einfach abfragen.

Je höher die DA, desto besser dein Ranking. Doch wie kann die Domain Authority erhöht werden? Der einzige Weg dorthin sind Backlinks. Damit sind einfach nur Links von anderen Websites gemeint, die zu deinem Shop führen. Umso mehr Seiten auf deinen Shop verlinken, desto mehr Trust bekommst du. Auch die Qualität der verweisenden Seiten ist wichtig: Wenn du beispielsweise einen Backlink von apple.com bekommen würdest, wäre das wie ein 6er im Lotto. Backlinks von kleinen und jungen Seiten dagegen haben entsprechend wenig Auswirkung.

Backlinks zu erlangen, ist aber gar nicht so einfach. Je nachdem, in welcher Branche du dich bewegst, kannst du Blogger anschreiben für Produkttests, Interviews oder Ähnliches. Du kannst deinen Shop auch bei Google MyBusiness eintragen und – sofern du auch ein physisches Geschäft betreibst – deinen Shop in lokale Unternehmerverzeichnisse eintragen.

Mit dieser Herangehensweise kannst du nach und nach Backlinks sammeln und das Ranking deines Shops in den Suchergebnissen optimieren.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) – Fazit

SEO ist definitiv ein langer Weg. Du musst stets recherchieren, für neuen Content sorgen, deinen Shop optimieren und gleichzeitig noch den Backlinkaufbau vorantreiben.

Dennoch ist SEO eine Must-have Strategie für jeden Shop, denn im Moment verlassen sich die meisten noch auf klassische Werbeanzeigen. Wenn du einen langen Atem hast und dich auf ein „Zeitspiel“ einlassen kannst und zudem nachhaltig Resultate erzielen möchtest, kann SEO der DSGVO-konforme Way to go für dich sein.

Je eher du das SEO-Abenteuer beginnst, desto besser!

Strategie 3: Branding und Community Building

Die letzte Strategie, die deinem Shop zum Erfolg verhelfen kann, ohne in Konflikt mit Datenschutzbestimmungen zu geraten, ist Branding und Community Building.

Branding, also der Markenaufbau, ist heutzutage besonders wichtig. Es gibt immer mehr Instagram Seiten, Pinterest Profile, Onlineshops etc. Ein essentieller Erfolgsfaktor ist, sich von der Masse abzuheben. Das Ganze kombiniert mit nachhaltigem Erfolg, der nicht auf kurzfristigen Hypes durch aggressives Marketing beruht, ergibt Branding.

Für den Aufbau einer Marke musst du dir genau überlegen, wer hinter der Marke steht, was sie verkörpern soll, was die langfristige Vision der Marke ist und wie du ihre Botschaften am besten in einem einheitlichen Stil transportierst.

Community Building ist eng verwandter Bereich. Der Aufbau einer Gemeinschaft, nicht nur eines Publikums, bringt dir zahlreiche Vorteile wie zuverlässige Resultate, mehr Informationen zu deinen Kund:innen, verbesserte Markenbindung und und und …

Es gibt verschiedene Orte, an denen du Branding und Community Building in die Tat umsetzen kannst:

> Onlineshop

Ein Logo, das die Werte deines Shops widerspiegelt, konsistentes Design mit einheitlichem Farbschema und passende Schriftarten sind das kleine 1×1 des Brandings. Lege einmal zu Beginn deines Markenaufbaus Design Richtlinien fest und ziehe diese einheitlich durch.

Eine weitere tolle Möglichkeit, um auf deinem Shop Branding zu betreiben, ist das Storytelling. Wie du diese Strategie richtig einsetzt, habe ich bereits in diesem Beitrag ausführlich beschrieben. Ein kleines Beispiel: Einem meiner Shop Projekte haben wir eine ganze Storytelling Seite gewidmet, in der wir den Werdegang, die Werte, Philosophie und Vision des Unternehmens erklären.

So kannst du deine Marke den Menschen näherbringen und deinem Shop gleichzeitig mehr Persönlichkeit verleihen.

> Social Media

Soziale Netzwerke sind natürlich der ideale Ort für Branding und Community-Building. Letzteres funktioniert perfekt auf Instagram. Du kannst dort ganz einfach mit deinen Follower:innen interagieren, indem du auf Kommentare antwortest oder Interaktionssticker für die Storys nutzt wie Umfragen, Fragen oder Quizze.

Bedenke dabei wie bei deinem Onlineshop, einheitliche Designs zu nutzen.

Instagram ist eine Community-Plattform und Nutzer:innen lieben es, eine Bindung zu Seiten aufzubauen. So kannst du Vertrauen bilden und eine starke Gemeinschaft entwickeln. Du brauchst nicht Millionen Follower:innen, um deinen Shop durch Instagram zu pushen. Eine starke Community aus 5.000 Fans kann bereits Berge versetzen!

Branding und Community-Building – Fazit

Nicht aufgrund der Datenschutzeinschränkungen ist Branding und Community Building heute so wichtig. Der steigende Wettbewerb sorgt dafür, dass du Konzepte entwickeln musst, um dich hervorzutun.

Eine langfristige Markenstrategie gepaart mit kontinuierlichem Community Aufbau ist der optimale Weg, um das Maximum aus diesen beiden organischen Traffic- und Umsatzquellen für deinen Shop herauszuholen.

Fazit: 3 Strategien für nachhaltigen Erfolg

Du weißt nun, welche Herausforderungen durch DSGVO und iOS 14 auf dich und deinen Shop zukommen. Stelle dich darauf ein, dass klassische Facebook Werbeanzeigen schwieriger sind als je zuvor.

Dies ist aber kein Grund, nicht doch einen Onlineshop aufzuziehen. Es gibt einige wirksame Methoden, auch ohne viel Budget oder Datenschutzbedenken im E-Commerce erfolgreich zu sein.

Mit Social Media, SEO, Branding und Community Building liegen dir drei Strategien vor, die du nutzen kannst, um deinen Shop dennoch bis ganz nach oben zu bringen.

Wir freuen uns, von dir zu hören!

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Moritz Kopp ist leidenschaftlicher Freelancer und Business-Connaisseur. Neben E-Commerce und Social Media schlägt sein Herz vor allem für das Verfassen von mehrwertdurchdrungenen Blogartikeln, mitreißenden Produkttexten und knackigen Ad-Copys. Als Freelancer arbeitet er seit Jahren mit den verschiedensten Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen auf der ganzen Welt.

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